Schauspielbühnen in Stuttgart bis 5. Januar zu Axel Preuß verlängert Schließzeit

Axel Preuß blickt nach vorn – auch wenn das Alte Schauspielhaus geschlossen bleibt. Foto: dpa/Sina Schuldt
Axel Preuß blickt nach vorn – auch wenn das Alte Schauspielhaus geschlossen bleibt. Foto: dpa/Sina Schuldt

Auch wenn das Alte Schauspielhaus Stuttgart und die Komödie im Marquardt am 21. Dezember wieder spielen dürften, werden die Häuser geschlossen bleiben.

Kultur: Adrienne Braun (adr)

Stuttgart - Das Alte Schauspielhaus Stuttgart und die Komödie im Marquardt werden frühestens am 5. Januar wieder den Spielbetrieb aufnehmen. Das hat Axel Preuß, der Intendant der Schauspielbühnen in Stuttgart beschlossen. „Aus Respekt vor der Gesundheit und den Dingen, die da kommen werden“, werde man keinesfalls am 21. Dezember wieder spielen, so Preuß. Man wolle aber weiterhin „uneingeschränkt und mit Hochdruck weiterarbeiten“, um danach „wieder künstlerisch voll da sein zu können.“

Auch nach Wiedereröffnung kein Platz für Abonnenten

Nachdem der Teil-Lockdown auch für Theater verlängert wurde, fallen in der Komödie im Marquardt und dem Alten Schauspielhaus in den Monaten November und Dezember insgesamt 93 Vorstellungen aus, eine Größenordnung, die zeige, „was da in der Summe an künstlerischer Energie verloren geht“, so Preuß. Auch wenn im Januar wieder gespielt werden könne, werde dies „im Corona-Modus“ sein, ist der Intendant überzeugt. Er geht deshalb davon aus, dass bis Ende der Spielzeit im Sommer 2021 keine Abonnements angeboten werden können. „Wir bekommen unsere großen Abonnements nicht in den Saal mit diesen kleinen Corona-Kapazitäten“, sagt Preuß.

Kurzarbeit ist rettender Anker des Privattheater

Obwohl der Intendant „voll solidarisch mit den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie“ ist, steht für ihn außer Frage, dass die Folgen für die Schauspielbühnen enorm sind. Die Einnahmeverluste seien „finanziell ein herber Schlag.“ Das Theater ist seit April in Kurzarbeit. „Das ist der Anker, der uns im Moment am Leben erhält“, sagt Preuß. Aber auch die Spendenbereitschaft der Menschen sei hilfreich. Trotz aller Widrigkeiten gehe sein Blick nach vorn, „die Einstellung ist kämpferisch und motiviert.“




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