Sexuelle Belästigung in Stuttgart Täter verschwindet unbemerkt aus dem Leuze
Die Polizei sucht einen älteren Mann, der am Sonntag eine Frau im Mineralbad im Stuttgarter Osten sexuell belästigt hat. Er konnte entkommen.
Die Polizei sucht einen älteren Mann, der am Sonntag eine Frau im Mineralbad im Stuttgarter Osten sexuell belästigt hat. Er konnte entkommen.
Zum vierten Mal seit Ende Juni und zum fünften Mal in diesem Jahr hat die Polizei wieder das Leuzebad im Stuttgarter Osten wegen einer gemeldeten sexuellen Belästigung aufsuchen müssen. Am Sonntag gegen 15 Uhr wurde eine 33-Jährige von einem Unbekannten gleich zweimal unsittlich berührt.
Nach Angaben der Polizei hatte sich die Besucherin am Nachmittag in einem Außenbecken aufgehalten, als sie von einem Mann am Arm berührt wurde. „Der hat sich zunächst entschuldigt“, sagt Polizeisprecher Sven Burkhardt. Die Situation schien bereinigt – doch dann näherte sich der Mann erneut. Diesmal berührte er sie mit seinem erigierten Geschlechtsteil am Po.
Die Frau verscheuchte den aufdringlichen Unbekannten und verständigte den Bademeister. Während die Polizei anrückte, konnte der Tatverdächtige allerdings unbemerkt das Bad verlassen. Dieser soll etwa 70 Jahre alt, 1,80 Meter groß und korpulent sein. Er hatte lichtes Haar und trug eine rote Badehose. Zeugen und mögliche weitere Betroffene können sich unter der Rufnummer 07 11 / 89 90 - 57 78 bei der Kriminalpolizei melden.
Sexuelle Übergriffe im Leuzebad sind zwei Sonntage zuvor, am 9. Juli, ein Thema gewesen. Eine 17-Jährige war von einem jungen Mann im Außenbecken belästigt worden. Der Bademeister konnte einen 21-Jährigen dingfest machen. Am 22. Juni hatte ein 39-Jähriger einen 22-jährigen Besucher in einer Sauna sexuell belästigt. Auch er konnte ermittelt werden – wie auch ein 43-Jähriger, der sich am 21. Juni vor insgesamt drei Frauen im Alter von 19, 23 und 58 Jahren entblößte. Der erste der fünf Vorfälle in diesem Jahr spielte sich am 15. Januar im Umkleidebereich ab. Ein 28-jähriger soll zwei 17-jährige Mädchen belästigt haben.
Die Verantwortlichen der Stuttgarter Bäder betonen, dass solche Delikte nicht an der Tagesordnung seien. Die Beschäftigten seien gleichwohl sensibilisiert. Die bisher erwischten Tatverdächtigen erhielten ein Hausverbot für alle Stuttgarter Bäder. Über alle Delikte – von Diebstahl bis Vandalismus – verteilt, gebe es derzeit Verbotszahlen im dreistelligen Bereich.