Silvester ohne Promille 5 Rezepte für alkoholfreie Drinks
Wer Neujahr ohne Kater aufstehen will, hat eine große Auswahl an leckeren Drinks. Unsere Autorin stellt fünf alkoholfreie Rezepte vor.
Wer Neujahr ohne Kater aufstehen will, hat eine große Auswahl an leckeren Drinks. Unsere Autorin stellt fünf alkoholfreie Rezepte vor.
Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Ich trinke seit August keinen Alkohol mehr und freue mich riesig darauf, an den Tagen nach Heiligabend und dem Jahreswechsel (zum ersten Mal in meinem Erwachsenenleben) frisch und munter aufzustehen. Doch ganz verzichten will ich trotzdem nicht – ein besonderes Getränk zum Anstoßen muss es schon sein.
Bereits in Teil 2 von „365 Tage ohne Alkohol“ habe ich festgestellt, dass es diverse Alternativen für die eigenen Lieblingsgetränke gibt. Damals habe ich eine Destillerie besucht, die alkoholfreien Gin herstellt. Für die aktuelle Folge, kurz vor den Feiertagen, habe ich mich also auf die Suche nach Rezepten für alkoholfreie Drinks zu Weihnachten und Silvester gemacht.
Wer in einer mittelmäßigen Bar schon einmal einen alkoholfreien Cocktail bestellt hat, weiß, dass dieser meist aus zusammengeschütteten Fruchtsäften besteht. Heraus kommt ein pappsüßes Gemisch, das wirklich niemand trinken will – ich zumindest nicht. Ich will Getränke, die den Alkohol nicht vermissen lassen. Gemeinsam mit meiner Kollegin Katrin habe ich also verschiedene Varianten ausprobiert. Die genauen Rezepte findet ihr in der Bildergalerie.
Empfehlenswert finde ich:
Bei der Suche kam ich an Laori nicht vorbei. Das Start-up ist bekannt aus der TV-Sendung „Höhle der Löwen“ und stellt Alternativen zu Gin und Rum her. Ich habe den Laori Juniper No 1 bestellt, den alkoholfreien Ginersatz. Dazu schlägt Laori vor, man könne sich eine Art Negroni damit zubereiten – ein denkbar einfaches Rezept, das ich mir von der Firma abschauen durfte. In der einfachen Variante braucht es dazu nur noch Sanbittèr, ein bittersüßer und feuerroter Aperitif aus Italien.
Das Ergebnis ist ein süßes Getränk, das entfernt an Brause oder Gummibärchen erinnert. Die Bitterstoffe gleichen das zum Glück soweit aus, dass der Lagroni eben nicht nach überzuckertem Fruchtsaftgemisch schmeckt. Zugegeben: Wie ein echter Negroni schmeckt, weiß ich gar nicht. Die alkoholfreie Variante kann ich aber auf jeden Fall empfehlen.
Der Apfel-Birnen-Tonic enthält zwar Fruchtsaft, aber das Tonic Water, der Zitronensaft und der Haselnuss-Sirup geben ihm einen ganz neuen Geschmack. Er schmeckt fruchtig und säuerlich, der Sirup kommt besonders im Abgang zum Tragen. Ich würde den Apfel-Birnen-Tonic als Aperitif oder nach dem Essen trinken. Pluspunkt: Dafür ist keine teure Alkohol-Alternative notwendig. Außerdem kann er nach Belieben angepasst werden, zum Beispiel mit einem anderen Saft oder einem anderen Sirup.
Die Entdeckung des Monats war für mich das Ingwerkonzentrat Gimber. Dieses Getränk tut nicht so, als sei es ein Ersatz für irgendetwas – es steht einfach für sich. Es kommt in einer hochwertigen Flasche daher, sieht mit seiner goldbraunen Farbe toll aus und ist vielseitig einsetz- und mixbar.
Ich durfte mir von der Firma das Rezept für den weihnachtlichen Apple-Hottie abschauen und habe daraus einfach einen Apple-Pear-Hottie gemacht. Das Ergebnis ist ein absolutes Wohlfühlgetränk. Und es hat Biss: Wenn man bei Ingwer empfindlich ist, sollte man vielleicht erst einmal testen, wie viel Gimber man in seinem Getränk haben will.
Mein persönlicher Favorit im Irish Pub war immer das Baby Guinness. Dieser Shooter hat mit dem irischen Bier geschmacklich nichts gemein, sieht aber aus wie die Mini-Version eines Guinness. Es besteht aus Kaffeelikör und Irish Cream, ich kenne es mit Khalúa und Bailey’s. Beides gibt es vom Hersteller nicht als alkoholfreie Varianten. Bei der britischen Marke Lyre’s bin ich allerdings auf einen Ersatz für Kaffeelikör gestoßen: den Coffee Originale.
Also habe ich beschlossen, die Irish Cream selbst herzustellen. Dazu braucht es normalerweise Whisky, aber auch dafür gibt es eine Alternative von Lyre’s: den American Malt. Der hat mir pur leider gar nicht geschmeckt. Das alkoholfreie Baby Guinness, das ich kreiert habe, sah aber toll aus und hat wirklich gut geschmeckt: nach Kaffee, Sahne und Vanille. An das „echte“ Baby Guinness reicht es leider nicht heran – aber empfehlen würde ich es trotzdem.
Zum Anstoßen um Mitternacht an Silvester finde ich diesen Drink perfekt. Normalerweise wird ein French 75 mit Champagner hergestellt – wir haben alkoholfreien Prosecco genommen, weil es davon eine größere Auswahl gibt. Es wurde der Lyre’s Classico Grande: ein ziemlich süßer Prosecco, der mir von allen alkoholfreien Sekt, die ich bisher probiert habe, am besten geschmeckt hat. Mit dem Laori-Ginersatz, Zuckersirup und Zitronensaft wird daraus ein French 75 – sehr zitronig und mit einem eindeutigen Aroma von Wacholder.
Prost! Und: Frohes Neues.
[StZ Plus-Archiv: Dieser Text erschien als Teil der Serie „365 Tage ohne Alkohol“ erstmals am 22. Dezember 2021]