Solidarität in der Corona-Krise Stuttgarter danken Ärzten und Pflegern mit großem Banner

„Danke für euren Einsatz“: Stuttgarter drücken vor dem Robert-Bosch-Krankenhaus ihre Dankbarkeit aus. Foto: dpa/Andreas Rosar
„Danke für euren Einsatz“: Stuttgarter drücken vor dem Robert-Bosch-Krankenhaus ihre Dankbarkeit aus. Foto: dpa/Andreas Rosar

Wohl mehr als je zuvor sind Pfleger, Ärzte und Ehrenamtlich in diesen Tagen gefordert: Einige Stuttgarter drücken ihre Dankbarkeit für die Helfer in der Not auf ganz besondere Weise aus.

Digital Unit: Jonas Schöll (jo)
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Stuttgart - In der größten Not zeigen Stuttgarter Solidarität: Offenbar als Dank für den Einsatz von Ärzten und Pflegepersonal haben Unbekannte vor dem Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart ein Banner mit der Aufschrift: „Danke für euren Einsatz!“ angebracht. Wohl mehr als je zuvor sind Pfleger, Ärzte und Ehrenamtlich in diesen Tagen gefordert: Sie arbeiten am Limit, kümmern sich um Patienten und sind dabei besonders gefährdet, sich mit dem Coronavirus anzustecken.

Auch andernorts in Baden-Württemberg tauchen solche Danke-Banner auf, vor Krankenhäusern und an Autobahnbrücken zeigen Menschen ihre Dankbarkeit gegenüber den Helfern. So hängt etwa auch in Freiburg an der Wiwili-Brücke nahe des Haupftbahnhofs ein Schriftzug mit der Aufschrift „Danke allen Helfern! Fuck Covid 19! ..Syn79“. Das Kürzel Syn79 verweist auf die Fußball-Ultra-Gruppierung Synthesia 79, die an mehreren Stellen im Stadtgebiet ähnliche Banner aufgehängt hat.

Stuttgarter zeigen sich solidarisch

Es sind viele Aktionen von Bürgern, die zeigen: In der Extremsituation der Coronakrise verhalten sich die meisten Menschen solidarisch. Konzerte und Clubabende im Internet, Online-Unterricht und Fußballfans, die beim Einkaufen helfen. So sehr das Coronavirus den Alltag auch einschränkt: In der Not entstehen auch Solidarität und gute Ideen.

In ganz Deutschland sprießen Hilfsangebote aus dem Boden. Da sind Nachbarinnen und Nachbarn, die einfach per Zettel im Treppenhaus anbieten, für Ältere und andere Risikogruppen die Einkäufe zu erledigen. Aber auch Partei-Nachwuchsorganisationen oder Ultra-Fanvereinigungen von Fußballclubs wie Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart organisieren Hilfen: In der Krise gibt es auch viel Solidarität.

Manchmal sind es die kleinen Gesten

Nach dem Vorbild Italiens haben sich die Mitglieder der Stuttgarter Philharmoniker, des Kammerorchester und des Staatsorchesters für Sonntagabend, 18 Uhr, verabredet, um von zu Hause aus zeitgleich Beethovens „Ode an die Freude“ zu spielen. Ganz Stuttgart ist eingeladen einzustimmen. Es lohnt auch, einen Blick in Richtung Robert-Bosch-Krankenhaus zu werfen: Dort spielen junge Musiker des Stuttgarter Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now in Hörweite der Kranken.

Manchmal sind es auch ganz kleine Gesten, die in der Krise einen Unterschied machen können. Dies zeigt das Beispiel einer Edeka-Filiale im Stuttgarter Fasanenhof (wir berichteten): Für Rentner und Menschen mit Handicap werden Helfer zusammen getrommelt – und eine Extra-Schicht eingelegt.

Sehen Sie hier im Video: Stuttgarter singen in der Corona-Krise auf dem Balkon.




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