Euro-5-Dieselfahrverbot in Stuttgart Verhüllte Schilder verwirren Autofahrer

Von Konstantin Schwarz 

Die Schilder, die bisher das streckenbezogene Euro-5-Dieselfahrverbot anzeigten, sind säuberlich verpackt worden. Seit Juli gilt das Fahrverbot in einer größeren Zone. Womöglich werden die alten Schilder aber noch gebraucht.

Eines der abgedeckten Schilder an der  Etzelstraße auf Höhe der Einmündung in die Hohenheimer Straße. Foto: Oliver im Masche
Eines der abgedeckten Schilder an der Etzelstraße auf Höhe der Einmündung in die Hohenheimer Straße. Foto: Oliver im Masche

Stuttgart - Wird das noch gebraucht, oder kann das weg? Schlussendlich kann auch die Stadtverwaltung die Frage nicht beantworten, deshalb hat sie die Verkehrsschilder, die bisher das auf einzelne Abschnitte der innerstädtischen Bundesstraßen 14 und 27 begrenzte Euro-5-Dieselverkehrsverbot anzeigten, fein säuberlich verhüllen lassen. Man räumt ja nichts ab, was man noch brauchen könnte. Das führt bei manchen Autofahrern zur Verwirrung und zur Frage, was sich hinter der Folie verbirgt. Seit dem 1. Juli gilt in Stuttgart das neue zonale Euro-5-Dieselfahrverbot, seit etwa einer Woche sind auch die dafür nötigen Schilder an rund 160 Standorten aufgestellt. Weil die zuvor für diese Dieselautos gesperrten Straßen, zum Beispiel Am Neckartor, die Hauptstätter Straße zwischen Charlottenplatz und der Kreuzung Oberere Weinsteige/Jahnstraße und die Heilbronner Straße zwischen Kriegsbergstraße und der Kreuzung Wolframstraße alle in der Zone liegen, braucht es das straßenbezogene Verbot nicht mehr.

Weil aber das Land voraussichtlich Ende September mit einem neuen Gutachten einen erneuten Versuch unternehmen will, das flächenhafte Euro-5-Dieselverbot zu kippen, bleiben die Schilder in Wartestellung. Sie könnten wieder aufgedeckt werden, wenn das Land vor dem Verwaltungsgericht mit seinem zweiten Eilantrag Erfolg hat. Dazu müssten es den Nachweis führen, dass die Stickstoffdioxidwerte auf Dauer unter dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel liegen. Für 2020 sieht es gut aus. In diesem Jahr könnte die Anforderung zum Gesundheitsschutz erstmals erfüllt werden.




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