Stuttgarter Kickers Das Warten geht weiter

Kickers-Innenverteidiger Paul Polauke (re., gegen Ulms Nicolas Jann): Kann der 24-Jährige in Frankfurt spielen? Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Die Niederlage der TSG Hoffenheim II hellte die Mienen bei den Stuttgarter Kickers nach dem Pokal-Aus wieder auf. Noch immer steht aber die Ausfallzeit des Innenverteidigerduos nicht fest. Offen ist auch, welche Auswirkungen die Pyroshow gegen Ulm hat.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Mustafa Ünal war am Mittwochabend beim ganz großen Sport. Auf Einladung eines befreundeten Trainerkollegen aus dem Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des FC Bayern München besuchte der Trainer des Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers das Champions-League-Spiel in der Allianz-Arena gegen den FC Arsenal. Natürlich hat er dabei kurz vor Anpfiff die 0:1-Niederlage von Kickers-Titelkonkurrent TSG 1899 Hoffenheim II beim TSV Steinbach Haiger mitbekommen.

 

„Das Ergebnis zeigt, dass in dieser Liga alles möglich ist. Und natürlich ist es kein Nachteil zu sehen, dass auch die Hoffenheimer patzen können. Letztendlich macht es unsere kommenden Aufgaben aber nicht einfacher“, sagte Ünal am Donnerstag. Und auch Sportdirektor Marc Stein fand: „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und tun gut daran, den vollen Fokus auf uns zu legen.“

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Die nächst Aufgabe führt die Blauen am Sonntag (14 Uhr) zum Tabellen-13. FSV Frankfurt. Die exakte Diagnose der Oberschenkelverletzung bei Innenverteidiger Niklas Kolbe steht zwar immer noch aus, doch es wird von einem Ausfall von mindestens zehn Tagen ausgegangen, im schlimmsten Fall ist die Saison für den 27-Jährigen gelaufen.

Kolbes Innenverteidigerkollege Paul Polauke hofft dagegen, nach seiner Roten Karte aus dem WFV-Pokal-Viertelfinalspiel gegen den Drittliga-Spitzenreiter SSV Ulm 1846 (0:2), nicht für die Liga gesperrt zu werden. Am Donnerstagmittag war noch keine Entscheidung des Sportgerichts gefallen.

Bis zur vergangenen Saison war im Reglement der Regionalliga Südwest noch klar verankert, dass sich Sperren aus Landespokalspielen grundsätzlich nicht auf die Liga auswirken. Dieser Passus wurde vor dieser Runde gestrichen, da man bei ganz besonders schwerwiegenden Vergehen den Übeltäter für die Ligaspiele nicht ungeschoren davonkommen lassen wollte. Die Entscheidung überlässt die Regionalliga Südwest dem jeweiligen Sportgericht des Landesverbandes.

Im Normalfall entscheidet das Sportgericht wohlwollend für den Verein aus seinem Landesverband. Eine Ausnahme gab es allerdings in dieser Saison. Das südbadische Sportgericht sperrte den Spieler Daniele Vesco vom Regionalligisten Bahlinger SC nach einer Roten Karten im Landespokal für vier Ligaspiele. Der Stürmer hatte nach dem Pokal-Aus beim SV Oberachern den Schiedsrichter beleidigt.

Geldstrafe für Pyroshow

Offen ist auch, welche Auswirkungen die Pyroshow der Kickers-Fans im Pokalspiel gegen Ulm hat. Im Normalfall greift das Sportgericht die Vorfälle auf und klopft sie auf die Punkte Sportwidriges Betragen (Fans) und Vernachlässigung der Platzdisziplin (Verein) ab. Um eine Geldstrafe im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich dürften die Blauen nicht herumkommen.

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