Luxusturm Cloud No.7 in Stuttgart Abgesagte Silvesterparty sorgt für Verwirrung

Von Uwe Bogen 

Die Absage der Silvesterparty in der Cloud No. 7 in Stuttgart sorgt für Verwirrung. Gab es überhaupt einen Vertrag dafür? Das Hotel Jaz in the City hat am Sonntag mitgeteilt, man wolle die ersten Übernachtungsgäste am 1. Januar begrüßen.

Im Hochhaus Cloud No. 7 kann an Silvester doch nicht gefeiert werden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Im Hochhaus Cloud No. 7 kann an Silvester doch nicht gefeiert werden. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, stellte Philipp Deutsch, der geschäftsführende Gesellschafter des Hotel- und Wohnturms Cloud No. 7 im Europaviertel, am Sonntag zufrieden fest. Nach Verzögerungen und etlichen Nachbesserungen hätten die Bauprüfer der Stadt das Steigenberger Hotel Jaz in the City, das eigentlich bereits Anfang Dezember eröffnen wollte, jetzt endlich abgenommen und grünes Licht für den Betrieb gegeben, sagte er. Dass die geplante Silvesterparty in dem markanten Hochhaus trotzdem abgesagt wird, hat am Wochenende für Verwirrung gesorgt.

Zum Jahreswechsel wollte Veranstalterin Sandra Vogelmann die allererste Party „auf Wolke sieben“ im Europaviertel feiern – mit traumhafter Aussicht von der Bar des sechsten Stocks auf die Stadt. Alle 110 Karten, die für Frauen 145 Euro und für Männer 155 Euro (inklusive Fünf-Gänge-Menü) kosten, waren verkauft. Doch am Samstag gab die Chefin einer PR-Agentur bekannt, dass nichts daraus wird. Stattdessen werde man vom Hochhaus unter die Erde umziehen – in die Ende Oktober im Hospitalviertel eröffnete Cocktailbar Jigger & Spoon. Dieses ungewöhnliche Lokal befindet sich zwei Stockwerke unter der Erde im früheren Tresor einer Bank und ist rasch zu einer Attraktion des Stuttgarter Nachtlebens geworden.

Vorsorglich Veranstaltungen umgebucht

Um für Planungssicherheit von Veranstaltern und Hotelgästen zu sorgen, sagte Christopher Holschier von der Steigenberger Hotels AG am Sonntag, habe man für alle Buchungen und Übernachtungen bis Ende des Monats ein „Backup in unserem Hotel Steigenberger Graf Zeppelin vorgehalten“. Für die Silvesterparty gelte dies nicht, „da wir mit der Veranstalterin noch gar keinen Vertrag abgeschlossen haben“. Es habe lediglich eine Anfrage gegeben und Gespräche darüber. Sandra Vogelmann hält dagegen. „Die Bestuhlung und das Menü waren bereits vereinbart“, sagte sie, „ein Vertrag sollte nach der Bauabnahme unterschrieben werden.“ Ohne Vereinbarung hätte sie doch gar keine Werbung für die Party gemacht.

Ob mit oder ohne Vertrag – an Silvester bleibt das Hotel für Gäste geschlossen. Christopher Holschier, der Sprecher der Deutschen Hospitality, hat unserer Zeitung gegenüber am Sonntag den Zeitplan mitgeteilt: „Vor Weihnachten starten wir nicht. Stattdessen wird das Team vor Ort nach Weihnachten den Hotelbetrieb hochfahren und am 1. Januar die ersten Übernachtungsgäste begrüßen. Die Gastronomie öffnet am 8. Januar dann auch für externe Kunden die Türen.“

DJane Alegra Cole legt jetzt in der Tresorbar auf

Mit der europaweit bekannten DJane Alegra Cole wird Veranstalterin Vogelmann nun zu einem günstigeren Preis in der Tresorbar unter der Gymnasiumstraße Silvestere feiern. „Wer nicht umbuchen will, kann stornieren“, sagte sie. Der neue Preis beträgt 100 Euro inklusive Büfett und Getränken.

Was das Baurechtsamt im neuen Turm zunächst missbilligt hat, war nicht zu erfahren. Beim Neubau in dieser Größe seien Beanstandungen nicht ungewöhnlich, hieß es.

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