Ein Teil des künftigen Straßburger Platzes. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
In Stuttgart soll das Areal zwischen Landtag und Oper, das zu Teilen einen Parkplatz und eine Tiefgarageneinfahrt beherbergt, nach der Partnerstadt Straßburg benannt werden. Dem Gemeinderat war das keine Debatte wert.
Stuttgart bekommt einen Straßburger Platz. Die Fläche, die nach der Partnerstadt in Frankreich benannt wird, liegt zwischen der Oper und dem Landtag. Teile davon werden heute als Parkplatz genutzt, zudem liegt auf dem künftigen Straßburger Platz die Zufahrt zur Landtags-Tiefgarage. Einen entsprechenden Vorschlag der Stadtverwaltung hat der Verwaltungsausschuss des Gemeinderats am Mittwoch gutgeheißen.
Rathaus lehnt Umbenennung einer Straße ab
Stadträtin Rose von Stein (Freie Wähler) enthielt sich als einzige. Zuvor hatte sie nochmals an den Antrag ihrer Fraktion erinnert, entweder die Straße „Am Schlossgarten“ in Straßburger Allee umzubenennen oder auf einen geeigneten Platz im Rosensteinviertel zu warten, das nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 auf den heutigen Gleisflächen entstehen soll.
Der Plan für den Straßburger Platz.
Dem Vorhaben, diese Benennung auf einen heute noch nicht absehbaren Termin in der Zukunft zu verlegen, erteilte Erster Bürgermeister Fabian Mayer eine Absage. Unter anderem begründete er das mit der schon lange dauernden Suche nach einem geeigneten Straßburger Platz. Zunächst hätte die Fläche auf dem Dach des künftigen Durchgangsbahnhofs den Namen der elsässischen Partnerstadt tragen sollen. Später entschied der Gemeinderat allerdings, diesen Platz dem ehemaligen Oberbürgermeister Manfred Rommel zu widmen.
Bürgermeister setzt auf sich wandelndes Umfeld
„Die nun vorgeschlagene Fläche zwischen Oper und Landtag könnte kaum prominenter gelegen sein“, warb Mayer für das Vorhaben, das heute noch namenlose Areal zum Straßburger Platz zu machen. Die Umbenennung einer Straße sei alles andere als trivial, vor allem, wenn damit Adressänderungen für Anlieger einhergingen. Das gelte etwa für den Freien-Wähler-Vorschlag, der Straße Am Schlossgarten einen neuen Namen zu geben.
Mayer erinnerte zudem daran, dass sich das Umfeld des künftigen Straßburger Platzes wandeln werde, wenn einmal die B 14 umgestaltet wird. Dafür liegt seit Ende 2020 das Ergebnis eines Wettbewerbs vor. Geändert hat sich seit diesem Zeitpunkt nichts Erkennbares. Daneben steht dem künftigen Straßburger Platz ein weiteres Großvorhaben ins Haus, wenn die Oper, an deren Südfassade der Platz angrenzt, aufwendig saniert wird.