SV Fellbach, VfL Nagold Ein komfortabler Heimsieg
Die Verbandsliga-Fußballer des SVF sind schon zur Pause deutlich vorn und besiegen die Gäste des VfL Nagold am Ende mit 4:0. Zum Abschluss der Hinrunde logieren die Fellbacher auf dem sechsten Platz.
Die Verbandsliga-Fußballer des SVF sind schon zur Pause deutlich vorn und besiegen die Gäste des VfL Nagold am Ende mit 4:0. Zum Abschluss der Hinrunde logieren die Fellbacher auf dem sechsten Platz.
So entspannt darf es dann auch mal sein. Die Begegnung hatte noch ein paar Minuten vor sich, als der Cheftrainer Mario Marinic an der Seitenlinie Fabijan Domic umarmte. Die Entscheidung war bereits gefallen, und der lange verletzte Angreifer mit der Nummer 30 auf dem Rücken durfte seine Bemühungen vorzeitig einstellen. Zwei Tore hatte der 21-Jährige erzielt, die Verbandsliga-Vertretung des SV Fellbach lag auf dem heimischen Kunstrasenplatz uneinholbar vorn – allerlei Zeit für herzliche Momente auch schon in der 83. Spielminute. Wenig später war das Geschehen am Samstag vorbei – und mit diesem Geschehen die erste Saisonhälfte. Nach dem 4:0-Erfolg gegen den VfL Nagold logieren die besten Fußballer der Stadt mit 29 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. „Jetzt kann man von einer gelungenen Hinrunde sprechen“, befand Mario Marinic. Zumal diese Hinrunde von Anfang bis Ende mit arg begrenztem – und zunehmend geschlauchtem – Personal zu bewältigen war.
Vom Substanzverlust infolge der durchweg acht, neun Ausfälle war am Samstag auf dem neuen Kunstrasenplatz in Fellbach allerdings nicht so viel zu sehen. Die Gastgeber ließen sich von den beiden Niederlagen zuletzt ganz offenbar nicht beeindrucken. Sie zeichnete an diesem Nachmittag auch in Bedrängnis eine erkennbare Ruhe im Spiel aus, eine Ruhe im Spielaufbau. Das begann mit dem Akteur im Torwartdress. Philipp Meister leitete den Ball stets und trotz heranstürmender Gäste an die richtige Adresse weiter und zeigte in jeder Hinsicht seine beste Leistung seit der Ankunft im Sommer vom SV Leonberg/Eltingen. Seine Vorderleute wie der starke Innenverteidiger Luka Milenkovic setzten die Aktionen dementsprechend fort. Und vorne konnte die Mannschaft um Mario Marinic vor den knapp 120 Zuschauern einen nicht zu geringen Teil ihrer Torchancen nutzen.
Nach einer Anfangsphase mit verteilten Spielanteilen, in der die Gäste durchaus erahnen ließen, warum sie zuletzt dreimal nacheinander gewonnen hatten, setzte sich der Fellbacher Verbund noch vor der Pause so gut wie entscheidend ab. Die Vorarbeit von Niklas Hofmeister ermöglichte Fabijan Domic den Treffer zur 1:0-Führung für den SVF (19.). Sechs Minuten später legte Niklas Koroll, mal wieder rasant unterwegs, mit einem Heber über den Nagolder Schlussmann Bubacarr Sanyang nach. Und weitere zehn Minuten später köpfte Mustafa Uslu den Ball zum 3:0 für sein daheim davor erst dreimal erfolgreiches Ensemble ins Netz. In solch komfortabler Lage hatten sich die Fußballer um Niklas Pollex in all den 16 Begegnungen davor in dieser Ligarunde noch nicht zum Pausensprudel aufmachen dürfen.
Der neunte Saisonsieg geriet nicht mehr wirklich in Gefahr. Dem SV Fellbach blieb nach Bubacarr Sanyangs Foul an Fabijan Domic vom ansonsten stets umsichtigen Schiedsrichter Manuel Mahler zwar ein Strafstoß verwehrt (46.). Aber das war am Samstag nicht mehr als eine Randnotiz. Das Verbandsliga-Team blieb zum ersten Mal seit dem 17. September (3:0 beim SSV Ehingen-Süd) ohne Gegentor. Und Fabijan Domic wies nach der Flanke des agilen Valentin Jäkel noch ein weiteres Mal, diesmal per Kopf, sein Offensivpotenzial nach – 4:0 (81.).
Wenig später stand er an der Seitenlinie und umarmte nach seiner Auswechslung Mario Marinic. So entspannt darf es dann ja auch mal sein zum Abschluss der Hinrunde. SV Fellbach: Meister – Jäkel, Milenkovic, Parharidis, Koroll, Binner (81. Michaltsis), Braun, Hofmeister (70. Fossi), Pollex (70. Scarcelli), Uslu, Domic (83. Müller).