Der „Tankrabatt“ für niedrigere Spritpreise hat nur kurz Effekt gezeigt - die Preise sind derzeit mitunter höher als vorher. Wir zeigen in Echtzeit, wo der Sprit in Stuttgart derzeit am teuersten und günstigsten ist.

Seit Anfang Juni gilt der sogenannte Tankrabatt für niedrigere Spritpreise. Doch die Senkung der Energiesteuer hat sich an den Tankstellenpreisen nicht dauerhaft bemerkbar gemacht. Nachdem die Preise zunächst in den Großstädten München, Berlin und Hamburg für Diesel und Benzin teils deutlich gesunken sind, stiegen sie im Monatsverlauf teils kräftig wieder an. In Stuttgart lag der Preis für Diesel am Mittwochmorgen teilweise bei 2,20 Euro. Das zeigen Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, an die Tankstellenbetreiber ihre Preise mehrmals täglich übermitteln. Direkt vor dem Beginn der Steuersenkungen lag der durchschnittliche Dieselpreis an vier Beispieltankstellen in Stuttgart dagegen nur knapp über der 2-Euro-Marke.

Am Mittwochmittag (11.33 Uhr) verlangten einzelne Tankstellen in Stuttgart Preise zwischen 2,19 und 2,15 Euro für Diesel. Die günstigsten Preise bewegten sich im Bereich von 1,88 bis 1,92 Euro. Wie hoch die derzeitigen Preise sind, zeigen wir hier laufend aktualisiert.

Aktuelle Kraftstoffpreise in und um Stuttgart

Die folgende Tabelle zeigt die Spritpreise in Stuttgart und Umgebung. Einbezogen werden die Preise aller Tankstellen, die derzeit geöffnet haben und die in einem 10-Kilometer-Umkreis um die Innenstadt liegen. Die Daten werden alle 30 Minuten abgerufen, um möglichst aktuelle Preise darzustellen. Sie können die Tabelle durchblättern und nach Kraftstoffart sortieren.

Die in der Tabelle berichteten Daten der Markttransparenzstelle können nur indirekt bezogen werden. In diesem Fall kommen sie über die Datenschnittstelle des Anbieters „Tankerkönig“.

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Der Tankrabatt ist Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung gegen steigende Energiepreise. Er gilt ab dem 1. Juni für drei Monate und senkt die Steuersätze auf Benzin und Diesel. Pro Liter Benzin werden so knapp 30 Cent weniger Steuern fällig, pro Liter Diesel etwa 14 Cent. Die Steuersenkung soll laut der Regierung vollständig den Autofahrern zugutekommen, doch im Vorfeld des Starts wurde die Befürchtung laut, die Mineralölkonzerne könnten den Tankrabatt durch künstlich angehobene Preise wieder zunichtemachen.

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Umweltexperten hingegen kritisieren den Tankrabatt, weil er zu mehr Autoverkehr und damit mehr klimaschädlichen CO2-Emissionen führen dürfte und vor allem Vielfahrer und Besitzer größerer, teurerer Autos mit höherem Spritverbrauch begünstige.

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