Eigentliches Thema dieses Krimis ist indes der Traum vom schnellen Ruhm, den Castingsshows wie „Deutschland sucht den Superstar“ skrupellos ausbeuten. Das ist nicht unbedingt ein besonders originelles Sujet, der Film nimmt sich diesem aber angenehm unaufgeregt und mit einer verspielten Süffisanz an. In der ersten Hälfte stechen vor allem die übersexualisierten (aber bisweilen etwas bemühten) Wortgefechte hervor, die sich Eisner und Fellner liefern. Später dann wird deutlich, dass hier alle Rollen hervorragend besetzt wurden. So sieht etwa Rafael Haider, der den aussichtsreichen Showkandidaten Aris spielt, exakt so aus, wie die Retortenpopstars aus dem Privatfernsehen nun mal aussehen. Humoristischer Höhepunkt des Films ist ein Auftritt der schon jung gescheiterten Sängerin Vera Sailer (Sabrina Rupp) im Kinderland eines Kaufhauses – eine geradezu verstörende Szene, aus der ein gesundes Maß an Zynismus spricht.