Theater im Online-Streaming Große Dramen aus Stuttgart und der ganzen Welt

Von Nicole Golombek 

Das Theater kommt jetzt virtuell ins Wohnzimmer. Mit Gesprächen und Arbeiten von Theatergrößen wie Michael Thalheimer und Heiner Müller, Darstellern wie Nina Hoss und Martin Wuttke. Stuttgart punktet mit Kinderstücken, Monologen und Telefon-Performances.

Nicht verpassen: Brechts „Arturo Ui“ mit dem aus Film und Fernsehen auch bekannten Schauspieler Martin Wuttke, zu sehen demnächst auf der Homepage des Berliner Ensembles. Foto: Barbara Braun / Berliner Ensemble 15 Bilder
Nicht verpassen: Brechts „Arturo Ui“ mit dem aus Film und Fernsehen auch bekannten Schauspieler Martin Wuttke, zu sehen demnächst auf der Homepage des Berliner Ensembles. Foto: Barbara Braun / Berliner Ensemble

Stuttgart - Theater ist ein Erlebnis, das am besten live zu erleben ist, klar. Man kann die Blicke frei schweifen lassen, mal die gerade agierenden Figuren in den Blick nehmen oder einen Nebendarsteller im Hintergrund. Bei gefilmten Produktionen ist der Blick gelenkt, Kamera und Regie entscheiden, wer im Fokus ist.

Aber auch wenn Bühnen nicht so gut technisch aufgestellt sind, gilt – besser Theater durch die Kameralinse hindurch gesehen als kein Theater. Theater zeigen daher zurzeit Inszenierungen und andere Formate, diese sind meist zeitlich begrenzt.

Diskussion mit Serebrennikow

Die Berliner Schaubühne ragt weiterhin heraus und punktet mit Archivgold und Livegefühl: Pünktlich um 18.30 Uhr wird jeden Tag eine Theaterkostbarkeit gezeigt – stets nur bis Mitternacht. Zur Einstimmung gibt’s vorher um 18 Uhr einen aktuellen Beitrag eines aktuellen Ensemblemitglieds oder eines Gastes, am 26. Mai etwa liest Jule Böwe Schwarzach, St. Veit“ von Helene Hegemann. Am 31. Mai kann man gespannt darauf sein, was der großartige Josef Bierbichler vortragen wird.

Kürzlich gab’s ein besonderes Angebot: der in Stuttgart auch als Opernregisseur bekannte Kirill Serebrennikow war im Gespräch mit Schaubühnen-Intendant Thomas Ostermeier zu erleben, bei dem sie über Corona, Kunst, Klimawandel sprechen und darüber, wie es mit der Schaubühne im Herbst weitergeht (mit Arbeiten von Milo Rau und Monologen). Diese kurzen Beiträge sind weiterhin auf der Homepage des Theaters zu sehen.

Nina Hoss in „Rückkehr aus Reims“

Neben jüngeren Produktionen sind Aufzeichnungen von Regiearbeiten von Peter Stein, Andrea Breth und Klaus Michael Grüber und Luc Bondy aus den 1970ern und 1980ern darunter. Häufig zu sehen sind in diesen alten Produktionen bekannte Schauspieler wie Otto Sander, Jutta Lampe, Bruno Ganz.

„Triumph der Liebe“ von Marivaux in der Regie von Luc Bondy von 1985 etwa sollte man am 28. Mai nicht verpassen – und Shakespeares „Ein Wintermärchen“, ebenfalls inszeniert von Bondy am 31. Mai. Und auch nicht die viel gelobte Produktion „Kalldewey, Farce“von Botho Strauß mit Otto Sander, Udo Samel, Edith Clever, Jutta Lampe, Ernst Stötzner als Fernsehaufzeichnung aus dem Jahr 1983. Von Peter Stein am 3. Juni im Angebot: Labiches „Das Sparschwein“ von 1973 mit Otto Sander, Michael König und Jutta Lampe.

Ein junger Tanztheaterklassiker ist „Körper“ von Sasha Waltz am 30. Mai. Aktuelle Inszenierungen mit aus Film und Fernsehen bekannten Stars gibt es, Nina Hossist am 27. Mai in „Rückkehr nach Reims“ von Eribon zu erleben. Noch einmal Nina Hoss? Bitte sehr: In Stefan Puchers Ibsen-Inszenierung „Hedda Gabler“ ist sie an der Seite von Felix Goeser zu sehen, gestreamt wird die Produktion auf der Homepage des Deutschen Theaters am 28. Mai.

Kimmigs Ruge-Inszenierung

Die anderen großen Häuser ziehen inzwischen nach und holen alte und jüngere Schätze aus dem Archiv. Das Deutsche Theater Berlin zeigt unter dem Link „Heimspiel“ etwa am 26. Mai ist eine Arbeit von 2013 des Stuttgarter Regisseurs Stephan Kimmig auf dem Plan: „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ von Eugen Ruge. Am 4. Juni aus DDR-Zeiten im Angebot: Wolfgang Langhoff inszenierte Goethes Drama „Iphigenie auf Tauris“ 1963 mit Inge Keller in der Titelrolle. Die Premiere fand am 4. Oktober 1963 im Deutschen Theater statt.

Am 2. Juni gibt es – in Kooperation mit der Schaubühne – eine frühe Arbeit von Thomas Ostermeier zu sehen, „Fette Männer im Rock“ von Nicky Silver, die Inszenierung feierte 1996 in der Baracke des DT Premiere. Es spielt unter anderem die feinsinnige Astrid Meyerfeldt, die in Armin Petras’ Intendanz in Stuttgart im Ensemble war. Noch ein Ex-Stuttgarter in Berlin: am 16. Juni zeigt das Deutsche Theater „Drei Schwestern“ von Tschechow in Karin Henkels Inszenierung mit Felix Goeser.

Wuttke in „Arturo Ui“

Das benachbarte Berliner Ensemble zeigt jeden Freitag und dann eine Woche lang eine Inszenierung, zurzeit zu sehen Shakespeares „Macbeth“ mit Constanze Becker, inszeniert von Regiestar Michael Thalheimer. Hier der Link. Noch einmal Constanze Becker in der Regie von Michael Thalheimer gibt es dann am 11. Juni im Deutschen Theater: Hauptmanns „Die Ratten“.

Demnächst steht auf der Homepage des Berliner Ensemble aber auch noch der eindrucksvollsten Inszenierungen mit Martin Wuttke, die man gut und gern mehrfach sehen kann: „Arturo Ui“. Am 3. Juni 1995 – vor 25 Jahren – fand am Berliner Ensemble die Premiere von Heiner Müllers Inszenierung von Bertolt Brechts „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ statt.

Müllers mittlerweile legendäre Inszenierung mit Martin Wuttke in der Titelrolle befindet sich seit 25 Jahren im Repertoire des Berliner Ensembles. Es wurde 1996 zum Berliner Theatertreffen eingeladen, erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen – Wuttke wurde für seine Rolle als Schauspieler des Jahres geehrt.

Für das Jubiläum waren zwei Fest-Vorstellungen im Berliner Ensemble geplant. Diese Vorstellungen können aktuell nicht stattfinden. Stattdessen zeigt das Berliner Ensemble nun ab dem 29. Mai um 18 Uhr eine 3sat-Aufzeichnung der Inszenierung vom Theatertreffen 1996. Die Produktion ist eine Woche lang kostenlos unter www.berliner-ensemble.de/be-on-demand online auf „BE at home“ verfügbar.

Außerdem bietet das Theater Gespräche sowie Backstage-Videos und Interviews und einen 360°-Rundgang durch das denkmalgeschützte Theater am Schiffbauerdamm.

Shakespeare-Woche im Thalia Theater

Das Hamburger Thalia-Theater punktet mit Lesungen, etwa mit Iffland-Ring-Preisträger Jens Harzer, der Hölderlin vorträgt. Die Hamburger verlinken auch ausführliche Interviews und Lesungen mit Ensemble-Darstellern. So gibt es Max Frisch aus dem Home Office: Schauspielerinnen und Schauspieler lesen Fragmente aus Max Frischs „Der Mensch erscheint im Holozän“ und seines Fragebogens. Und das Theater zeigt Inszenierungen, jeweils um 19 Uhr und dann für 24 Stunden. Diese Woche besonders originell: lauter Shakespeare-Abende mit großartigen Schauspielern: An diesem Dienstag „Richard III“ mit dem begabten Jörg Pohl in der Titelrolle, in der Regie von dem aus Tübingen stammenden Antú Romero Nunes.

Am 27. Mai ist Stefan Puchers Inszenierung von „Ein Sommernachtstraum“ zu sehen – mit Iffland-Ring-Träger Jens Harzer als Puck. Am 28. Mai gibt’s „Macbeth“ in der Regie von Cressida Brown aus dem Shakespeare’s Globe London, adaptiert für ein junges Publikum, auf Englisch mit englischen Untertiteln. Jette Steckels mit dem „Faust“-Preis gekürte Inszenierung „Romeo und Julia“ folgt einen Tag später, am 29. Mai, am Samstag, 30. Mai, steht „Hamlet“ auf dem Programm, Regie: Luk Perceval, die Titelrolle teilen sich Jörg Pohl und Josef Ostendorf, interessante Besetzung auch der anderen Rollen – der große Peter Maertens als Totengräber, Barbara Nüsse als Polonius. Am Sonntag, 31. Mai gibt’s dann Heiner Müllers „Die Hamletmaschine“ in der Regie von Robert Wilson von 1986 – eingeladen zum renommierten Theatertreffen im Jahr 1987.

Marthalers „Faust“-Inszenierung

Das Deutsche Schauspielhaus Hamburg hat den Spielbetrieb auch eingestellt, zeigt Podcasts, ein Corona-Tagebuch mit Schauspielern wie Lina Beckmann und Charly Hübner, stellte Produktionen vor und Gespräche und streamt auch Stücke, jeweils ab 18 Uhr für 24 Stunden, Infos hier.

Ein jüngerer Klassiker ist an 27. Mai und am 6. Juni „Goethes Faust, Wurzel aus 1+2“ von Christoph Marthaler (auch Regie), ein Schauspielerfest unter anderem mit Josef Bierbichler, Jean-Pierre Cornu, Ulrich Tukur, Graham F. Valentin. Eine Arbeit der Intendantin ist auch im Angebot: am 29. Mai und am 3. Juni: „The Who and the What“ von Ayad Akhtar, Premiere war 2017. Am 12. Juni ist eine Arbeit von Karin Henkel im Programm: Ibsens „John Gabriel Borkman“, eingeladen zum Theatertreffen 2015. Es spielen Lina Beckmann, Matthias Bundschuh, Jan-Peter Kampwirth, Josef Ostendorf, Kate Strong, Julia Wieninger, Gala Othero Winter.

Live-Telefon-Theater im Residenztheater München

Die Münchner Kammerspiele zeigen pro Tag einen Mitschnitt einer Arbeit online, der nur 24 Stunden lang zu sehen ist. Hier gehts zum Programm.

Nebenan im Residenztheater (Residenztheater.de) gibt es eine virtuelle Begegnung mit dem Ensemble per Telefon: hier der Link. Man kann sich von Schauspielern und Schauspielerinnen anrufen lassen, das Ensemble spielt Monologe, Szenen oder Monodramen am Telefon. Über ein Formular auf der Homepage kann man sich anmelden. Den Service gibt es auch für Kinder: am Telefon sind Geschichten für Kinder von sechs bis zwölf Jahren zu hören.

„Die drei Musketiere“, die eigentlich vier sind, Elias Eilinghoff, Vincent Glander, Nicola Mastroberardino und Michael Wächter, versuchen die Inszenierung über Skype zu spielen. Entstanden ist ein Making-of, das von den Tücken der Online-Kommunikation genauso erzählt, wie von der Einsamkeit der Figuren oder eines Ensembles ohne Theaterbetrieb.

Die Schauspielerin Lisa Stiegler spielt zudem live über Zoom „50-mal Lenz“ nach der Novelle „Lenz“ von Georg Büchner für fünf Personen in der Theatergarderobe. Auch die Zuschauer sind dabei gebeten, ihre Kamera und ihr Mikrofon einzuschalten und so als wesentlicher Teil der Vorstellung präsent zu sein: als Publikum. Die Aufführung auf Zoom ist aktuell ausgebucht, neue Termine werden auf der Homepage veröffentlicht. Alle Informationen zu den Angeboten gibt es hier.

Grüße von Martin Schwab

Ebenso unterhält das Burgtheater Wien sein Publikum, täglich um 11 Uhr grüßt an dieser Stelle ein anderes Ensemblemitglied – darunter Branko Samarovski, Bibiana Beglau, Michael Maertens und Lilith Häßle, die in Stuttgart Schauspiel studiert hat. Und Martin Schwab, zuletzt in Stuttgart in Peymanns „Lear“ von Shakespeare zu sehen. Er sagt, er wünsche sich für die Zeit nach Corona weniger Video auf der Bühne und mehr Konzentration auf das Wort. Sie alle erfreuen das virtuelle Publikum mit Kurz-Lesungen, Aufheiterndes, Ablenkendes, Nachdenkliches ist darunter. Man kann die Grüße auch später nachhören.

Außerdem sind auf dem youtube-Kanal des Burgtheaters unter dem Titel „Edition Burgtheater“ alte Stücke zu sehen, egal ob sie in den 1960er oder in den 2000er Jahren. Da können nun auch die Nachgeborenen schauen, was sie damals an Theaterkunst hätten sehen können. Diese Aufzeichnungen werden jeweils am Freitag und am Montag ab 18 Uhr für 24 Stunden zur Verfügung gestellt.

Sandra Hüller als Hamlet

Auch das Berliner Theatertreffen, bei dem zehn von einer Jury ausgewählte Produktionen vorgestellt wurden, fand kürzlich online statt – immer noch zu sehen allerdings ist Johan Simons’ Inszenierung von Shakespeares „Hamlet“ mit der vielfach ausgezeichneten Schauspielerin Sandra Hüller, die man auch aus dem Film „Toni Erdmann“ kennt, in der Titelrolle. Die Aufzeichnung steht im Fernsehen weiterhin in der 3sat-Mediathek zum Abruf bereit.

Boccaccio im Schauspiel Stuttgart

Das Schauspiel Stuttgart setzt auf Grußbotschaften der Ensemblemitglieder. Sebastian Röhrle wird einen Vorleseservice anbieten, Matthias Leja täglich eine Folge von Giovanni Boccaccios „Decamerone“ lesen. Das Haus bleibt ansonsten zurückhaltend mit dem Streamen. „Grundsätzlich wollen wir uns vom gegenwärtigen Aktionismus, ständig irgendwelche alten Inszenierungen zu streamen, nicht anstecken lassen“, sagt die Theatersprecherin Katharina Parpart und führt auch technische Gründe an: „die Qualität der allermeisten vorhandenen Mitschnitte wird unserer Meinung nach weder dem Live-Erlebnis von Theater noch der Qualität unserer Inszenierungen gerecht.“

„Judas“ als Podcast

Mit „Judas“ kommt nun auf schauspielbuehnen.de/podcast nach „Misery“ der zweite Podcast der Schauspielbühnen ins Netz. „Judas“ wurde inszeniert von Intendant Axel Preuß, es spielt der Stuttgarter Schauspieler Jörg Pauly. Vor einem Jahr feierte „Judas“ im Rahmen der Reihe „Stadt als Bühne“ Premiere in der Hospitalkirche. Lot Vekemans’ faszinierender Monolog ist ab Montag, dem 18. Mai kostenfrei als Audio-Version zu erleben: Hier ist der Link.

Junges Ensemble Stuttgart mit Stücken und Podcasts

Das Junge Ensemble Stuttgart (JES) zeigt auch Produktionen. Für jeweils zwei Tage können Stücke online angeschaut werden, zu finden unter www.jes-stuttgart.de. Am 25. und 25. Mai: „Als der Baum mit den roten Haaren weinte“ ab acht Jahren, geschrieben und inszeniert von Hanneke Paauwe. Am 27. und 28. Mai „Scream – ein populistisches Mashup“ (ab 14), und am 29. und 30. Mai „Die beste Geschichte – En iyi hikâye“ ab acht Jahren, einer deutsch-türkischen Ensembleproduktion in der Regie von Anne Wittmiß. Alle Infos über das Programm sind auf der Homepage zu finden.

Zusätzlich zum Online-Spielplan bespielt das Ensemble des JES die Social-Media-Kanäle Instagram, Facebook und YouTube mit den Reihen #JESerzählt und #JESstayshome. „Für #JESerzählt hat das JES-Ensemble sich in den vergangenen Tagen auf die Suche nach ihren liebsten Erzählungen gemacht“, erklärt die Theatersprecherin Annalena Ehmann. „Gefunden haben sie umgedichtete Gedichte, Lieblings-Legenden oder auch Geschichten von den Anfängen des JES. Diese werden in den nächsten Wochen mittels kleiner Videos auf den Social-Media-Kanälen veröffentlicht.“

Unter der Überschrift #JESstayshome zeigt das JES-Ensemble persönliche Tipps, wie die Zeit, die alle Zuhause verbringen müssen, angenehmer gestaltet werden kann. Ehmann: „Hier ist vom liebsten Pancake-Rezept bis hin zu einer Rechercheaufgabe für unsere erste Produktion der nächsten Spielzeit „Paradies“ ganz viel Verschiedenes dabei.“

Theater Rampe zeigt Telefonperformances und Tanztheater

Das Stuttgarter Theater Rampe geht mit der Reihe „Montage“ online, die sich mit Popkultur und anderem beschäftigt: jeden Montag von 21 Uhr an als Radioshow online: https://mixlr.com/theater-rampe.

Am 4. Juni startet „Hallo“ - eine Telefonperformance von Volks*theater Rampe. Und am 6. Juni feiert ein Double Feature aus zwei Filmen Premiere, das vom Einbruch des Virus in alle Räume und Organe des Haus der Antikörper erzählt. Der Tanz- und Konzertfilm „Cocooning“ (Regie: Nicki Liszta) und der Theaterfilm „Pandemie – Eine Wiedergängerin“ mit Texten von Natascha Gangl (Regie: Marie Bues) sind eine Kooperation von backsteinhaus produktion, Theater Lübeck und Theater Rampe.

Das Forum-Theater geht auch online. Gezeigt wird eine Videodokumentation über die Proben zu dem Solo-Stück mit Martina Guse, „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“ von Peter Hacks.

Webserie von Citizen Kane Kollektiv

Die freie Gruppe Citizen Kane Kollektiv ging am 18. Mai um 19.30 Uhr mit der letzten Folge von „Was ist eigentlich mit ...“ online. Hier der Link. Diesmal geht es um Patrick aus dem Stuttgarter Falk-Haus. Damit sind jetzt alle Folgen der fünfteiligen Webserie auf Youtube, Facebook und Instagram verfügbar.

Bereits im November 2019 hatte das Kollektiv Kontakt zu Menschen aufgenommen, die nicht in familiären Zusammenhängen leben und sie zu ihren Lebensumständen befragt. Daraus entstand „Die Stille der Familie“, eine Mixed-Media-Performance mit Bildern und Geschichten von Menschen mit außerfamiliären Perspektiven. Das war vor Corona.

Jetzt hat das Kollektiv nachgefragt. Wie wirkt sich die Krise auf die Situation in Sozial- und Pflegeeinrichtungen aus? Wie meistern die Bewohner und Bewohnerinnen diese Situation, was gibt ihnen Hoffnung, was macht ihnen Angst? In „Was ist eigentlich mit...“das Kollektiv Kontakt auf.

Ein Lied von Schorsch Kamerun

Und von Ferne grüßt ein bekannter Künstler: Schorsch Kamerun, Theaterregisseur und Sänger der Punkband Die Goldenen Zitronen, der im September 2019 mit der musikalisch-theatralen Performance „Motor City Super Stuttgart“ die Baugrube am Hauptbahnhof bespielt hat, stellt ein schönes, bombast-melancholisches Lied online, mit Liedzeilen wie gemacht für jetzt: „Wie steht’s um dein Haus? . . . dein neuester Plan?“.




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