Tinder mit Background-Check Neues Feature beim US-Ableger der Dating-App

Seit das öffentliche Leben durch Corona stark eingeschränkt ist, erleben Online-Dating-Plattformen wie Tinder einen Boom Foto: dpa/Johannes Schmitt-Tegge
Seit das öffentliche Leben durch Corona stark eingeschränkt ist, erleben Online-Dating-Plattformen wie Tinder einen Boom Foto: dpa/Johannes Schmitt-Tegge

Viele Nutzer von Online-Dating-Apps haben Angst, was sie bei einem Treffen mit einem Match erwarten könnte. Nun führt die Dating-Plattform Tinder in den USA eine Funktion ein, mit der Nutzer ihre Matches auf mögliche vergangene Straftaten checken können.

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Stuttgart - Tinder kündigte an, noch in diesem Jahr seinen US-Nutzern die Möglichkeit geben zu wollen, Hintergrund-Checks ihrer Matches durchzuführen. Damit reagiert der Konzern auf immer größer werdende Sicherheitsbedenken vieler Nutzer. Die Nutzer sollen, die Möglichkeit bekommen zu erfahren, ob ihr Match schon einmal wegen eines Gewaltverbrechens oder Missbrauchs aufgefallen ist.

Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit von Tinder und der US-Non-Profit-Organisation Garbo. Diese sammelt öffentliche Aufzeichnungen und Berichte über Gewalt und Missbrauch, einschließlich Verhaftungen, Verurteilungen, einstweilige Verfügungen, Belästigungen und andere Gewaltverbrechen. Die Organisation möchte damit geschlechterspezifische Gewalt verhindern, in dem sie Nutzern mehr Transparenz darüber gibt, mit wem sie Kontakt haben.

Verurteilungen wegen Drogenbesitzes oder Verkehrsverstößen sollen allerdings nicht angezeigt werden, da es nach der Meinung von Garbo „keinen Zusammenhang zwischen Drogenbesitz und geschlechterspezifischer Gewalt“ gibt.

Funktion in Deutschland schwierig umzusetzen

Wie genau die Funktion in der Praxis funktionieren soll, ließ der Konzern in seiner Ankündigung noch offen. In Deutschland wird die neue Funktion allerdings wohl wegen der strengeren Datenschutzrichtlinien in naher Zukunft nicht eingeführt werden.

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Schon im vergangenen Jahr reagierte Tinder auf die lauter werdende Kritik in den Vereinigten Staaten und führte einen Panikknopf ein. Dafür gab der Nutzer vor einem Treffen mit einem Match an, mit wem und wo man sich trifft. Sollte es dann zu einer gefährlichen Situation bei einem Treffen kommen kann über die App ein Notruf abgesetzt werden, welcher nur durch die Eingabe eines Codes wieder deaktiviert werden kann.




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