Tod von junger Familie in Esslingen Neue Erkenntnisse zur Vergiftung

Von kaw/jüv 

Nach dem Tod einer vierköpfigen Familie in einem Wohnhaus in Esslingen laufen die Untersuchungen auf Hochtouren. Ermittler haben neue Erkenntnisse darüber, was die toxische Wirkung freigesetzt haben könnte.

Trauernde haben Stofftiere und Kerzen vor dem Haus der vierköpfigen Familie aufgestellt. Foto: SDMG 8 Bilder
Trauernde haben Stofftiere und Kerzen vor dem Haus der vierköpfigen Familie aufgestellt. Foto: SDMG

Esslingen - Wie konnte es zu dem Unglück in dem Reihenhaus in Esslingen kommen, bei dem zwei Kinder und ihre 29-jährigen Eltern starben? Die Todesursache der jungen Familie war eine Kohlenmonoxid-Vergiftung. Doch wie es zu der tödlich erhöhten Konzentration in der Wohnung kam, versuchen Ermittler und Sachverständige derzeit zu klären.

Bislang steht ein möglicherweise defektes Abgasrohr der Gastherme im Verdacht, die toxische Wirkung freigesetzt zu haben. Die Untersuchungen der Ermittler konzentrieren sich laut den Beamten nun auf das Heizungsrohr.

Eine Angehörige hatte am Montag gegen zwölf Uhr die leblosen Körper in der Wohnung durch ein Fenster entdeckt und über den Notruf die Polizei alarmiert.

Wann die Familie zu Tode kam, ist bislang noch unklar. Laut der Polizei könnte der Todeszeitpunkt auch am Sonntagabend eingetreten sein. Das geht auch aus der Angabe eines nahen Angehörigen hervor, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Demnach sei von Nachbarn beobachtet worden, wie die Familie am Sonntag gegen 21 Uhr nach Hause gekommen ist. Die Mutter des 29-jährigen Mannes habe die Familie aber am späteren Abend nicht mehr telefonisch erreichen können.