Trainerwechsel beim VfB Stuttgart Der VfB rückt dem HSV auf die Pelle

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Der Hamburger SV und der VfB Stuttgart sind große Traditionsvereine im Bundesligafußball. Tradition hat allerdings auch, dass die Trainer bei den Clubs fast so häufig wechseln wie das Wetter.

Hannes Wolf hat die Raute auf der Brust – zuvor war es das Vereinswappen des VfB Stuttgart. Foto: Getty
Hannes Wolf hat die Raute auf der Brust – zuvor war es das Vereinswappen des VfB Stuttgart. Foto: Getty

Stuttgart - Die See ist seit zehn Jahren ziemlich rau an der Waterkant. Sind deshalb beim Hamburger SV in dieser Zeit 16 Trainer über Bord gegangen? Wie dem auch sei: Hannes Wolf ist der 17. HSV-Coach in zehn Jahren, und es werden schon Wetten abgeschlossen, dass die Nummer 18 im Startloch sitzt, sollten die Hanseaten nicht aufsteigen ins Oberhaus des deutschen Fußballs.

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Wolf war zuvor Trainer beim VfB Stuttgart – das ist der zweite Problemclub der Fußball-Oberklasse in Deutschland. Mit dem 13. Trainerwechsel in zehn Jahren, den der VfB am Samstagabend nach dem 0:6 beim FC Augsburg vollzog, rücken die im Ranking der größten Trainer-Verschleißer auf Platz zwei liegenden Schwaben den Spitzenreitern aus Hamburg langsam, aber sicher auf die Pelle. Zwei große Traditionsclubs – aber auch zwei Schleudersitz-Adressen erster Güte. Früher mal war es eine interessante und durchaus ehrbare Aufgabe, einen dieser Vereine zu trainieren. Heute sollten die Trainer, die sich in Hamburg und Stuttgart immer wieder die Klinke in die Hand geben, gute Verträge abschließen. Damit die Clubs nach dem Rauswurf wenigstens noch ordentlich blechen müssen.

Streich ist die Kontante und seit elf Jahren im Amt

Beim VfB Stuttgart ist nun Nico Willig neuer Trainer, Markus Weinzierl hatte davor seinen Platz räumen müssen. In diesem Zusammenhang sei die Frage erlaubt, wann Weinzierl Trainer beim HSV wird – denn: So viele Trainer haben es sich schon angetan, bei beiden Vereinen auf der Bank zu sitzen – aktuelles Beispiel ist Hannes Wolf. Huub Stevens trainierte auch schon den HSV und den VfB, ebenso wie Armin Veh und Bruno Labbadia.

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Christian Streich steht übrigens schon seit elf Jahren beim SC Freiburg als Profi-Trainer unter Vertrag – in diesen elf Jahren gab es in Hamburg und Stuttgart mehr als 30 Trainerwechsel. Wäre Streich nicht mal einer für den VfB? Oder den HSV? Träumen ist erlaubt, doch bevor sie im Breisgau den lustigen Herr Streich vom Hof jagen, tauschen sie vermutlich die ganze Mannschaft aus. Über solch eine Maßnahme könnten sie auch mal woanders nachdenken – zum Beispiel in Stuttgart oder in Hamburg.