Training in Vaihingen Neue Calisthenics-Anlage im Park eröffnet

Aylin Hacisalihoglu und Sophia Zimpfer (v.l.)  an der Calisthenics-Anlage Foto: Frank Wahlenmaier
Aylin Hacisalihoglu und Sophia Zimpfer (v.l.) an der Calisthenics-Anlage Foto: Frank Wahlenmaier

Der öffentliche Raum in Stuttgart soll zukünftig mehr für sportliche Aktivitäten genutzt werden. In Vaihingen steht nun eine Sportanlage, an der nur mit dem eigenen Körpergewicht trainiert werden kann.

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Vaihingen - Calisthenics ist eine urbane Sportart, die ein funktionales Gesamtkörpertraining ermöglicht. Man brauch dafür nichts weiter als ein ausgetüfteltes Stangensystem und das eigene Körpergewicht. Bürgerinnen und Bürger, aber allen voran der Personal-Trainer Dirk Peter, hatten gegenüber der Stadt den Wunsch nach solch einer Anlage geäußert und den nötigen Antrag gestellt. „Ich habe einfach so lange damit genervt und E-Mails beantwortet, bis es geklappt hat“, gibt er sich zufrieden.

Vergangenen Mittwoch wurde nach einem Jahr Bauphase der Wunsch der Vaihinger wahr. Im Stadtpark wurde ein Calisthenics-System eröffnet. Geplant und umgesetzt wurde das Klettergerüst gemeinsam vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt und dem Amt für Sport und Bewegung der Stadt Stuttgart. „Eine zweite wird kommendes Frühjahr an der Vischerstraße fertig gestellt werden“, sagt der stellvertretende Bezirksvorsteher Colyn Heinze.

Jeder kann die Calisthenics-Anlage kostenlos nutzen

Die Kosten für beide Anlagen betragen insgesamt 75 000 Euro. 50 000 Euro stammen aus Mitteln zur Umsetzung des „Masterplans für urbane Bewegungsräume“, der vorsieht, öffentlichen Raum in Stuttgart bewegungsfreundlicher zu gestalten. Weitere 25 000 Euro steuerte der Bezirksbeirat Vaihingen bei. „Die Anlagen sind nicht konsum- oder kostenorientiert. Jeder kann sie einfach kostenlos nutzen“, sagt Sören Otto vom Amt für Sport und Bewegung.

Gerade mit Blick auf die jüngste Entwicklung der Coronapandemie sei das ein sportliches Angebot, was auch genutzt werden kann, falls die Fitnessstudios im Land aufgrund der steigenden Inzidenzzahlen wieder schließen müssten. Auch ein Trainer bleibt einem erspart, denn vor Ort erklärt eine Infotafel, welche Arten von Übungen möglich sind und wie die einzelnen Muskelpartien dabei trainiert werden.

Die beiden Sportlerinnen Sophia Zimpfer und Aylin Hacisalihoglu nehmen das Angebot direkt nach der Einweihung an diesem Nachmittag in Anspruch und absolvieren für sich ein umfangreiches Training. „Man kann hier unkompliziert ein paar Klimmzüge, Dips und Bauch-Übungen machen“, sagt Sophia Zimpfer. „Und außerdem ist man an der frischen Luft, was will man mehr?“ Die anderen Anwesenden schauen während der Trainingseinheit gespannt zu. Eventuell schauen sie sich noch ein paar Übungen für ihr eigenes Workout ab.




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