Trotz Corona-Virus Lufthansa schickt zusätzlichen Frachtflieger nachChina

Von red/dpa 

Der Luftfrachtverkehr der deutschen Fluggesellschaft ins Land der Mitte war zuletzt stark eingeschränkt. Nun wird die Flugfrequenz wieder erhöht. Die Crews sollen aber geschützt werden.

Hebt wieder häufiger in Richtung China ab: Ein Flugzeug der  Frachttochter Lufthansa Cargo. (Archivbild) Foto: AFP/TOBIAS SCHWARZ
Hebt wieder häufiger in Richtung China ab: Ein Flugzeug der Frachttochter Lufthansa Cargo. (Archivbild) Foto: AFP/TOBIAS SCHWARZ

Frankfurt/Main - Die Lufthansa stockt ihre Frachtflüge nach China wieder auf. Zum Sonntag (1. März) werde das Angebot um einen Umlauf auf dann acht wöchentliche Frachtverbindungen ausgebaut, kündigte ein Sprecher der Lufthansa Cargo AG am Dienstag an. „Mit unserem Sonderflugplan können wir flexibel auf die Nachfrage reagieren“, sagte er zur Begründung.

Zunächst hatte der Konzern wegen des neuartigen Coronavirus für seine sämtlichen Fluggesellschaften die Passagierflüge zum chinesischen Festland gestrichen. Die Frachttochter Lufthansa Cargo hatte ein Minimalangebot von fünf Umläufen pro Woche aufrechterhalten und zuletzt auf sieben Hin- und Rückflüge aufgestockt. Das ist allerdings noch weit vom Normalmaß mit 15 Umläufen entfernt, zumal die Frachträume der Passagiermaschinen mindestens bis zum internationalen Flugplanwechsel am 28. März nicht zur Verfügung stehen.

Es geht um viel Geld

Die verbliebenen Cargo-Maschinen legen regelmäßig Zwischenlandungen im russischen Nowosibirsk ein, um längere Aufenthalte der Crews in China zu vermeiden.

Die von den Maßnahmen gegen das Virus Sars-CoV-2 besonders hart getroffene Luftfracht könnte bei einem Wiederanlaufen der globalen Produktion allerdings auch zu den ersten Gewinnern gehören, wenn die unterbrochenen Lieferketten so schnell wie möglich wieder geschlossen werden müssen. „Grundsätzlich hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass auf längere Produktionspausen häufig Nachfragespitzen folgen“, erklärte dazu der Cargo-Sprecher.

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Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie äußerte sich der Dax-Konzern erneut nicht. Ein Sprecher verwies auf die für den 19. März geplante Bilanzvorlage. Der Flugplan nach Italien, wo mehrere tödliche Fälle der Krankheit Covid-19 aufgetreten waren, bleibe unverändert bestehen. Passagieren mit Flügen nach Turin, Mailand, Bologna, Venedig und Verona werden für Flüge bis einschließlich dem 2. März kostenfreie Umbuchungen angeboten. Man beobachte die Lage weiter sehr genau.