TV Oeffingen, SG Oppenweiler-Strümpfelbach Zum Auftakt in der Favoritenrolle
Die Oeffinger Landesliga-Fußballer starten am Sonntag daheim gegen den Aufsteiger SG Oppenweiler-Strümpfelbach in die neue Runde.
Die Oeffinger Landesliga-Fußballer starten am Sonntag daheim gegen den Aufsteiger SG Oppenweiler-Strümpfelbach in die neue Runde.
Haris Krak, der Trainer der Oeffinger Landesliga-Fußballer, hat in dieser Woche seinen nach einem positiven Coronatest verschobenen Urlaub in Bosnien nachgeholt. Die finalen Vorbereitungen auf den Ligastart hat sein Co-Trainer Giuseppe Stanzu übernommen, der drei intensive Übungseinheiten mit den Spielern absolviert hat. Denn der Druck zum Auftakt liegt eher aufseiten der Gastgeber, die an diesem Sonntag, 15 Uhr, den Landesliga-Aufsteiger SG Oppenweiler-Strümpfelbach zu Hause im Sami-Khedira-Stadion empfangen.
Die in der Bezirksliga gezeigten Leistungen des Oeffinger Konkurrenten sind durchaus beeindruckend. 75 Punkte aus 30 Spielen hat die SG Oppenweiler-Strümpfelbach in der Aufstiegssaison sammeln können. Mit 103 Treffern und 40 Gegentoren hat das Team jeweils Liga-Bestwert erreicht und mit sieben Punkten Vorsprung auf den FSV Waiblingen den Titel geholt. „Das SG-Team geht hoch motiviert in die neue Runde, aber als etablierter Landesligist können wir mit der Favoritenrolle gut leben“, sagt Giuseppe Stanzu.
Im Gegensatz zum Gegner hat der TV Oeffingen eine schwierige Saison hinter sich: mit etwas Licht, aber auch mit viel Schatten. Nach einer durchaus soliden Hinrunde und einem gelungenen Start in die Rückrunde – im März stand der TVOe für eine Woche sogar auf dem vierten Tabellenplatz – geriet die Mannschaft zum Rundenende hin noch in echte Schwierigkeiten. Erst am vorletzten Spieltag machte der TVOe mit einem 1:1 beim SV Breuningsweiler den Klassenverbleib klar. In dieser Saison sollen die Nerven aller Beteiligten geschont werden. „Ziel ist es, das Thema Abstiegsgefahr möglichst früh abzuhaken“, sagt Haris Krak.
In der Sommerpause läuteten Oeffingens Abteilungsverantwortliche einen Umbruch ein, der weniger eine Folge fehlender spielerischer Klasse war, sondern auf die Unzufriedenheit mit der Mentalität in der Mannschaft zurückzuführen war. Mehr als ein Dutzend Spieler verließen den Verein – oder mussten ihn verlassen. Und fast ebenso viele neue Akteure kamen. Zuletzt vermeldeten die Oeffinger die Rückkehr von Daniel Juric, zwei Jahre lang beim Verbandsligisten Calcio Leinfelden-Echterdingen, und den Zugang von Naoufel Jaouadi. Der 38-jährige Routinier, der vergangene Saison in der Kreisliga A für die SG Weinstadt Tore erzielte, trainiert die E-Jugendlichen des TVOe und hat sich als Spieler für den Landesliga-Kader zur Verfügung gestellt. „Naoufel hat trotz seines Alters noch immer eine gewisse Klasse und kann immer was bewegen, wenn er ins Spiel kommt“, sagt der Co-Trainer. „Zudem tut er uns auch als Charakter gut.“
Zum Auftakt vor heimischer Kulisse stehen dem Trainerteam viele Spieler nicht zur Verfügung. Faton Sylaj ist nach Gelb-Rot im Pokalspiel gegen den SV Kaisersbach, das der TVOe dank zwei Toren von Aristidis Perhanidis mit 2:1 gewann, für die erste Landesliga-Begegnung gesperrt. „Zum Glück ist Aristidis Perhanidis vom SV Fellbach zu uns gekommen“, sagt Giuseppe Stanzu. Einige Lücken weist die Defensivabteilung des TVOe auf. Daniel Juric hat noch frei, und in der Vierer-Abwehrkette müssen neben den verletzten Mircea Mailat (Kreuzbandriss) und Justin Bren (Muskelfaserriss) am Sonntag auch die Urlauber Justin Körner und Myrdon Gorica ersetzt werden.
Haris Krak wird zum Spiel wieder da sein. An diesem Samstag wird der Trainer aus Bosnien zurückerwartet. Der 42-Jährige verzichtet für den Fußball auf einige Urlaubstage in seiner Heimat. Als gestandene Landesliga-Mannschaft müssten die Oeffinger Spieler mit der Favoritenrolle umgehen können, erklärt derweil sein Co-Trainer. Die Mannschaft sei sicher noch nicht so eingespielt wie die der SG Oppenweiler-Strümpfelbach, die gerade mal eine Handvoll Ab- und nicht viel mehr Zugänge hatte, sagt Giuseppe Stanzu. „Aber im Gegensatz zum Gegner haben bei uns fast alle mindestens Landesliga-Erfahrung.“
TV Oeffingen: Peric – Di Romualdo, Kotsoglu, Hashani, Chirivi, Liakas, Kolb, Grau, Al-Shammaa, Mutic, Perhanidis.