Kosten beim Carsharing-Giganten Das aktuelle Preismodell von Share Now

Mit dem Handy kann man über die Share Now App Autos in der Umgebung suchen und mieten. Wer nicht aufpasst, zahlt jedoch schnell mehr als erwartet. Foto: cf Share now
Mit dem Handy kann man über die Share Now App Autos in der Umgebung suchen und mieten. Wer nicht aufpasst, zahlt jedoch schnell mehr als erwartet. Foto: cf Share now

Aus Car2Go und Drive Now wurde vergangenes Jahr Share Now. Seit der Fusion haben sich die Preise des Carsharing-Giganten zum Teil verändert und es gibt nun einen häufig vergessenen Kostenfaktor. Wir geben einen Überblick über das aktuelle Preismodell.

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Stuttgart - Laut dem Bundesverband Carsharing gibt es 228 Carsharing-Anbieter in Deutschland. Als Urgestein in diesem Bereich gilt wohl Share Now. Eine Fusion der beiden Dienste Car2Go von Daimler und DriveNow von BMW. Doch seit dem Zusammenschluss hat sich einiges getan – vor allem bei den Preisen. Erst vergangenes Jahr, mitten in der Corona-Krise, veränderte der Carsharing-Gigant sein Preismodell. Und wer etwa sein Auto in einer sogenannten Drop-Off-Zone abstellt, zahlt seitdem sogar extra. Wir geben einen Überblick.

Wie funktioniert Carsharing?

Share Now funktioniert wie viele andere Carsharing-Apps. Man registriert sich mit dem Handy und sucht über die Kartenansicht verfügbare Fahrzeuge in der eigenen Umgebung. Die Autos von Share Now stehen an unterschiedlichen Stellen im Geschäftsgebiet. Wenn man ein passendes Fahrzeug in der Nähe gefunden hat, kann man es ausleihen und anschließend wieder im Geschäftsgebiet abstellen. Die Autos können sowohl für nur eine Minute als auch für bis zu 30 Tage gemietet werden.

Das hat sich mit dem neuen Preismodell geändert

Bei Share Now gibt es einen Minuten-, Stunden-, und Tagestarif. Der Minutentarif berechnet je nach Fahrzeugmodell neun bis 34 Cent pro Minute und kann bei kurzen Fahrten von bis zu zwei Stunden genutzt werden. Wer ein Auto für bis zu sechs Stunden oder sogar für mehrere Tage mieten möchte, zahlt hingegen eine feste Grundgebühr und 19 Cent pro gefahrenen Kilometer. Die Grundgebühr unterscheidet sich hier je nach Modell und der Mietlänge.

Lesen Sie aus unserem Angebot: Carsharing in jedem Bezirk

Mit diesem Preismodell schaffte Share Now im April vergangenen Jahres beim Stundentarif die Inklusivkilometer ab, berichtete chip.de. Vor der Preisanpassung gab es beispielsweise ein Auto der billigsten Kategorie für vier Stunden mit 120 Inklusivkilometern für 29,99 Euro. Mit dem neuen Modell zahlen Kunden zwar nur 23,99 Euro für das Vier-Stunden-Paket, müssen jedoch immer 19 Cent pro Kilometer drauf rechnen. Von diesem neuen Modell profitieren alle diejenigen, die nur kurze Strecken mit den Autos zurücklegen. Im Gegenzug zahlen Kunden bei längeren Strecken deutlich mehr.

Kosten bei Share Now Drop-Off-Zonen

Die Preise für eine Automiete über Share Now lassen sich mit Hilfe der Preismodelle recht gut kalkulieren. Was bei Share Now jedoch häufig vergessen wird, sind die sogenannten Drop-Off-Zonen. Um die Miete eines Fahrzeuges zu beenden, kann das Auto innerhalb des Geschäftsgebiets kostenfrei abgestellt werden.

Wer den Wagen etwas außerhalb abstellen möchte, beispielsweise in einem äußeren Stadtteil, muss allerdings gegebenenfalls eine Gebühr zwischen 2,99 Euro und 9,99 Euro zahlen. Denn außerhalb des Stadtkerns befindet man sich schnell in sogenannten Drop-Off-Zonen. Diese gehören nicht mehr zum Geschäftsgebiet, sondern sind nur Teil davon, erklärt das Unternehmen auf seiner Webseite. In manchen Fällen erhebe der Anbieter sogar eine Gebühr, wenn man die Miete von einer Drop-Off-Zone aus startet. Wo genau diese Zonen in den jeweiligen Städten sind, listet Share Now auf der Webseite.

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