VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach Wie Nico Willig seine Premiere erlebt hat

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Es ist aufregend gewesen. Doch Nico Willig hat sein erstes Spiel als Bundesligatrainer gut über die Bühne gebracht, selbst wenn der Interimscoach des VfB Stuttgart ungewohnten Schweiß vergossen hat.

Die Freude muss raus: Trainer Nico Willig (links) freut sich mit seinem Assistenten Paco Vaz über den 1:0-Sieg des VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach.Foto:Pressefoto Baumann Foto:   15 Bilder
Die Freude muss raus: Trainer Nico Willig (links) freut sich mit seinem Assistenten Paco Vaz über den 1:0-Sieg des VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach. Foto:Pressefoto Baumann

Stuttgart - Nico Willig ist erst einmal in die Luft gegangen. Mit Schlusspfiff vollzog der Interimstrainer des VfB Stuttgart einen mächtigen Sprung. Denn die ganze Freude musste raus: erster Auftritt als Bundesligacoach, und gleich der erste Sieg – da hatte sich einiges an Emotionen bei dem 38-jährigen Fußballlehrer angestaut. Mit 1:0 (0:0) gewann der VfB gegen Borussia Mönchengladbach. Dank des Tores von Anastasios Donis (56.) und dank der Herangehensweise von Willig, die den Stuttgartern nach der 0:6-Blamage von Augsburg und der Trennung von Markus Weinzierl neue Hoffnung eingehaucht hat.

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Der Klassenverbleib bleibt das Ziel des abstiegsbedrohten VfB, und mit Willig scheint man dem rettenden Ufer einen Schritt näher gekommen zu sein. „Wir haben nicht auf das Augsburg-Spiel zurückgeschaut, sondern versucht in der Mannschaft neue Impulse zu setzen“, sagte Willig nach dem wichtigen Erfolg. Er selbst tigerte während der mehr als 90 Minuten gegen Gladbach durch die Coachingzone.

Mit jedem Meter wuchs die Anspannung

Mal klatschend, mal Anweisungen brüllend, mal taktisch korrigierend. „Es hat mich einiges an Körner gekostet, dass ich die Spieler verbal nicht immer erreicht habe“, erklärte Willig. Hintergrund: Als U-19-Trainer hören ihn die Spieler überall auf dem Platz, in einer vollen Mercedes-Benz-Arena ist das ganz anders.

Mit dem Premierenfieber wusste der Debütant aber umzugehen. Im Teamhotel sei er noch relativ entspannt gewesen. Doch mit jedem Meter, den es näher ans Stadion ging, wuchs die Anspannung. „Da sind schon ein paar mehr Schweißtropfen gelaufen“, sagte Willig, der mit dem Anpfiff jedoch in seinen Spielmodus schaltete. Seine personellen und taktischen Maßnahmen griffen, und am Ende stand die Erkenntnis. „Das war ein toller Tag für uns, aber morgen geht es weiter mit der Vorbereitung auf das Spiel in Berlin.“