VfB Stuttgart gegen Hannover 96 Sprechchöre gegen Hannover-Präsident Martin Kind

Von red/dpa 

Sprechchöre und Spruchbänder gegen Martin Kind: Vor der Partie des VfB Stuttgart gegen Hannover 96 haben Fans beider Vereine gegen das Anliegen des Hannover-Präsidenten demonstriert, die umstrittene 50+1-Regel abzuschaffen.

Beim Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Hannover 96 haben Fans beider Vereine mit Sprechchören und Spruchbändern klare Kante gegen Hannover-Präsident Martin Kind gezeigt. Foto: StZN
Beim Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Hannover 96 haben Fans beider Vereine mit Sprechchören und Spruchbändern klare Kante gegen Hannover-Präsident Martin Kind gezeigt. Foto: StZN

Stuttgart - Beim Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Hannover 96 haben Fans beider Vereine mit Sprechchören und Spruchbändern klare Kante gegen Hannover-Präsident Martin Kind gezeigt. Der Unternehmer wollte die umstrittene 50+1-Regel abschaffen, scheiterte mit seinem Anliegen aber erst kürzlich bei der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Der Hannover-96-Clubchef hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) aufgrund des Ablaufs der Abstimmung zur Beibehaltung der 50+1-Regel mit folgenden Worten kritisiert. „Zu der Versammlung nur so viel: Ich war überrascht über das Niveau und auch darüber, wie sich die Dinge abweichend von der Tagesordnung entwickelt haben“, sagte Kind dem „Sportbuzzer“ in einer Medienrunde mit Zeitungen aus Hannover vor der anstehenden Mitgliederversammlung des Clubs am kommenden Donnerstag.

Karl-Heinz Rummenigge kritisiert DFL ebenfalls

Zuvor hatte bereits Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die DFL wegen der Abstimmung kritisiert. „Ich glaube, es war nicht geplant, und wurde möglicherweise auch unterschätzt, was da passiert ist. Geplant war eine Grundsatzdiskussion, wie mit 50+1 künftig umzugehen ist. Keine finale Entscheidung zu diesem Thema. Die sollte ja bis zum Jahresende erarbeitet und dann der Vollversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden“, hatte Rummenigge, der wie Kind für ein Ende der 50+1-Regel ist, gesagt. „Ich finde die gesamte Entwicklung in der DFL im Moment bedenklich. Da fehlt mir Führung.“

Kind pflichtete dem nun bei. „Herr Rummenigge hat das zu Recht als mangelnde Führung kritisiert. Das Präsidium hat etwas auf die Tagesordnung gesetzt, aber nicht dafür gekämpft“, sagte der 96-Chef. „Deutlich erkennbar war das an Borussia Dortmund. Herr Rauball als Vorsitzender des DFL-Präsidiums hat den Vorschlag einer ergebnisoffenen Diskussion über 50+1 eingebracht. Dann steht Herr Watzke, sein untergeordneter Mitarbeiter in Dortmund, auf und sagt, ich bin dagegen.“

Mehrheit spricht sich für umstrittene Regel aus

Am 22. März hatte sich eine Mehrheit der deutschen Profivereine dafür ausgesprochen, dass die 50+1-Regelung gegen eine Öffnung für Investoren grundsätzlich bestehen bleibt. Kind hatte aufgrund seines langjährigen Einsatzes für Hannover 96 eine Ausnahmeregelung von der Regel beantragt. Dieser Antrag ruht derzeit. Sollte Kind wie mehrfach angekündigt klagen, droht ein kompletter Wegfall der 50+1-Regel.

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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