In Mexiko sind wegen einer 2000 Meter hohen Aschewolke am Popocatépetl zahlreiche Flüge gestrichen worden. Der Ascheregen aus dem Vulkan hat große Besorgnis ausgelöst. Mehr als 25 Millionen Menschen wären von einem erneuten Ausbruch bedroht.
In Mexiko sind wegen einer 2000 Meter hohen Aschewolke am Vulkan Popocatépetl zahlreiche Flüge gestrichen worden. Nationale und internationale Fluggesellschaften hätten 22 Flüge gestrichen, „weil bei Sicherheitskontrollen Asche gefunden“ worden sei, teilte der Flughafen am Mittwoch (28. Februar) mit.
Behörden warnen vor Ascheregen
Der internationale Flughafen von Mexiko-Stadt teilte im Onlinedienst X (vormals Twitter) mit, dass nationale und internationale Fluggesellschaften 22 Flüge gestrichen hätten, „weil bei Sicherheitskontrollen Asche gefunden“ worden sei. Es sei aber nicht nötig, den Flugbetrieb einzustellen.
Die Behörden hatten zuvor die Warnstufe zwei ausgegeben. Sie warnten davor, dass in den Bundesstaaten Morelos, Puebla und Mexiko sowie im rund 90 Kilometer von dem Vulkan entfernten Mexiko-Stadt Asche niedergehen könnte.
Wo kann man die Eruption im Livestream sehen?
Wer die aktuelle Eruption quasi hautnah – und ohne Gefahr für Leib und Leben – erleben, kann diese auf folgenden Webseiten im Livestream mitverfolgen:
- webcamtaxi
- YouTube/afarTV
- YouTube/webcamsdemexico
- Geocam.RU
- Webcamera.24
- WWi.TV.com
- World Cams
- Skyline Webcams
Einer der aktivsten Vulkane der Welt
In einem am späten Dienstagnachmittag (27. Februar) veröffentlichten Bericht des Zivilschutzes heißt es, dass binnen 24 Stunden 77 Ausbrüche, 952 Minuten Erschütterungen und ein Erdbeben an dem 5452 Meter hohen Popocatépetl festgestellt worden seien.
Der Popocatépetl ist einer der aktivsten Vulkane Mexikos. Er liegt etwa 85 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Mexiko-Stadt an der Grenze der Bundesstaaten México, Puebla und Morelos. Rund um den Vulkan gilt eine Sperrzone von zwölf Kilometern. In einem Umkreis von 100 Kilometern leben rund 25 Millionen Menschen.
Letzte große Eruption war im Mai 2023
Zuletzt war die Warnstufe für den Vulkan im Mai vergangenen Jahres erhöht worden. Damals hatten die Behörden den Ausstoß von Rauch, Asche und glühenden Gesteinsbrocken als Gefahr für die Luftfahrt und die Bevölkerung in der weiteren Umgebung eingestuft.
Der Popocatépetl ist nach einer längeren Ruhephase seit 1994 wieder aktiv und zeigte seitdem immer wieder Phasen erhöhter Aktivität. Seit damals sind Besteigungen des Vulkans verboten, der Zugang zum Krater ist eingeschränkt (mit AFP-Agenturmaterial).