WDR-Warnstreik ARD-„Morgenmagazin“ kann nicht live übertragen werden

Das „Morgenmagazin“ war vom WDR-Streik betroffen (Symbolbild). Foto: dpa/Thomas Kierok
Das „Morgenmagazin“ war vom WDR-Streik betroffen (Symbolbild). Foto: dpa/Thomas Kierok

Der Tarifstreit beim WDR läuft seit Monaten, noch ist keine Einigung in Sicht. Vor der nächsten Verhandlungsrunde gehen die Beschäftigten erneut auf die Straße.

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Köln - Vor der nächsten Verhandlungsrunde im WDR-Tarifstreit haben sich erneut Hunderte Beschäftigte an einem Warnstreik beteiligt. ARD und ZDF konnten deshalb das beim WDR aufgezeichnete „Morgenmagazin“ am Montagmorgen nicht live senden. „Um unseren Zuschauer:innen trotzdem ihr MOMA anbieten zu können, haben wir Teile der Sendung aufgezeichnet, die wir während der Dauer des Streiks zeigen“, teilte das ARD-„Morgenmagazin“ auf Twitter mit. Im weiteren Verlauf des Tages gab es nach WDR-Angaben keine weiteren gravierenden Auswirkungen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte in dem Tarifstreit alle Arbeitnehmer, Auszubildenden, Volontäre und freien Mitarbeiter des WDR zu einem dreitägigen, bis Dienstagmorgen andauernden Warnstreik aufgerufen. In Köln versammelten sich nach Verdi-Angaben rund 240 Beschäftigte bei einem WDR-Gebäude, um für ihre Position einzutreten.

Presseclub kommt aus Berlin

Die Arbeitnehmerseite fordert für Mitarbeiter unter anderem sechs Prozent mehr Geld. Außerdem setzen sich die Gewerkschaften für die Möglichkeit ein, das Gehaltsplus in freie Tage umzuwandeln.

Am Wochenende habe der Warnstreik kaum Auswirkungen auf das laufende Programm gehabt, sagte eine WDR-Sprecherin. Der im Ersten laufende Presseclub sei vorsorglich aus Berlin statt aus Köln gesendet worden. „Wir hätten uns natürlich gewünscht, dass der Presseclub komplett ausfällt“, sagte Verdi-Sprecher Christof Büttner der dpa. „Für uns ist das aber trotzdem ein Erfolg.“

In den Sommermonaten hatten Verdi und Deutscher Journalisten-Verband (DJV) mehrfach zum Warnstreik beim WDR aufgerufen, diesmal rief Verdi alleine auf. „Uns ist wichtig, vor der anstehenden Verhandlungsrunde noch mal ein Zeichen zu setzen“, sagte Büttner. Bisher hatten sich der Sender und die Arbeitnehmerseite nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen können.




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