Alle Jahre wieder stellt das Stuttgarter Kinderbüro im Rathaus einen Kinderwunschbaum auf. Diesmal hängen besonders viele Wünsche dran. Ein Spiegel auch der aktuellen Krisen.

Stadtleben/Stadtkultur: Jan Sellner (jse)

Wer Kindern, denen es nicht so gut geht, etwas Gutes tun will, der hat in diesen Tagen reichlich Gelegenheit dazu. Silke Schmidt-Dencker, Geschäftsführerin der Stuttgarter Kinderstiftung, wies am Wochenende darauf hin, dass bei der traditionellen Kinderwunschbaum-Aktion des Stuttgarter Kinderbüros in diesem Jahr besonders viele Kinder darauf hofften, die von ihnen geäußerten Wünsche würden in Erfüllung gehen – sei es der Wunsch nach Spielzeug oder auch nach einer Winterjacke. „Leider ist es in diesem Winter noch weniger Eltern möglich, für ihre Kinder zu Weihnachten ein Geschenk zu besorgen, oder gar eine Winterjacke zu kaufen“, sagte sie. Vielen Eltern machten die steigenden Lebenshaltungskosten zu schaffen.

Bis 12. Dezember können Geschenke abgegeben werden

Die Zahl der Wünsche übertrifft die Zahl der Menschen, die bereit sind, sie zu erfüllen bisher jedenfalls deutlich. Noch immer seien rund 600 Wünsche offen, sagte Schmidt-Dencker. Im Rathaus, wo der Kinderwunschbaum steht, kann man sich ein Bild davon machen. Bis zum 12. Dezember besteht Gelegenheit, die Wünsche wahr werden zu lassen, indem man ein Geschenk besorgt, verpackt, mit der Wunschzettelnummer beschriftet und an der Abgabestelle in der Torstraße 15 vorbeibringt. Später kann nach Auskunft der Organisatoren nicht mehr gewährleistet werden, dass die Geschenke rechtzeitig vor Weihnachten bei den Kindern ankommen. An diesem Dienstag, dem Nikolaustag, nehmen die Kinderbeauftragten der Stadt Stuttgart, Maria Haller-Kindler und Silke Schmidt-Dencker zwischen 14 und 18 Uhr die Präsente in der Torstraße entgegen.

Was sich die Kinder wünschen, kann man sich online anschauen unter: https://kinderwuensche.stuttgart.de/