Weltkulturerbe Für das Welterbesiegel gibt es viele Kandidaten

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In der Hufeisensiedlung von Bruno Taut und Martin Wagner haben zwei Liebhaber ein Häuschen denkmalgerecht saniert und im Stil der Erbauungszeit möbliert. Dieses „Taute Heim“ können Architekturtouristen sogar mieten (www.tautes-heim.de).

Der Welterbestatus für den Berliner Siedlungsbau der Weimarer Republik birgt ein großes touristisches Potenzial, das – zum Glück – noch nicht ausgeschöpft ist. Die neuen Sehenswürdigkeiten erster Klasse werden bisher nicht von Schaulustigen überrannt. Der Aufmerksamkeitsschub, den die Aufnahme ins Weltkulturerbe den Siedlungen der Moderne dennoch gebracht hat, fordert zur Nachahmung heraus. Beim Berliner Denkmaltag im April diskutierten Experten, ob es möglich sei, die qualitativ hochwertigen Bauten der frühen Berliner Elektrizitätsversorgung zum Welterbe erklären zu lassen.

Eine Bürgerinitiative strebt dasselbe für das Hansaviertel und die Stalin­allee an, zwei Vorzeigeprojekte der Nachkriegszeit in West und Ost-Berlin. Die größten Chancen hat derzeit der Jüdische Friedhof in Weißensee: Das 42 Hektar große Gelände mit 115 000 Grabstellen soll nach einem Beschluss des Senats vom Juli in einen „Serienantrag“ aufgenommen werden, mit dem auf einen Schlag mehrere jüdische Friedhöfe in Europa zum Weltkulturerbe erklärt werden könnten.




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