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„Weltwärts“ im Stuttgarter Schauspiel Sterbehilfe leicht gemacht

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Ist es das Stück der Stunde? Der Intendant Burkhard Kosminski inszeniert im Stuttgarter Schauspielhaus „Weltwärts“ von Noah Haidle. Pünktlich zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts geht es darin ums Thema Sterbehilfe.

Ein letztes Glas, bevor es „hinter die Schleier der Zeit ins  Unendliche“ geht: Anna (Therese Dörr, Mitte) im Kreis ihrer Angehörigen und Freunde Foto: David Baltzer 16 Bilder
Ein letztes Glas, bevor es „hinter die Schleier der Zeit ins Unendliche“ geht: Anna (Therese Dörr, Mitte) im Kreis ihrer Angehörigen und Freunde Foto: David Baltzer

Stuttgart - Sollte es einen Weltgeist geben, dann hat er hier seine Hände im Spiel: Als der in Los Angeles lebende Dramatiker Noah Haidle sein Stück schrieb und sich der Stuttgarter Intendant Burkhard Kosminski die Uraufführung sicherte, konnte niemand ahnen, wie aktuell Stück und Stoff werden würden. Am Mittwoch hat das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zur Sterbehilfe verkündet, drei Tage später kommt im Schauspiel „Weltwärts“ heraus, worin es um nichts anderes geht als ums selbstbestimmte Sterben. Ein perfektes Timing, zumal sich die Karlsruher Richter mit dem Autor aus Amerika einig sind. Haidle formuliert es nur anders: „Gesetze werden neu geschrieben. Das Recht zu sterben kommt für Amerika. Der Tod wird nicht mehr als Ausnahmezustand gesehen, sondern als Notwendigkeit, als Freund“, sagt im Finale der von Elmar Roloff gespielte Onkel Buddy.

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