Dritte Impfung Wer darf sich boostern lassen?

Booster-Impfungen werden immer wichtiger. Aber für wen kommen die Auffrischungsimpfungen infrage? - Das empfiehlt die STIKO. Foto: Nitpicker/ Shutterstock.com
Booster-Impfungen werden immer wichtiger. Aber für wen kommen die Auffrischungsimpfungen infrage? - Das empfiehlt die STIKO. Foto: Nitpicker/ Shutterstock.com

Die Bedeutung von Auffrischungsimpfungen nimmt mehr und mehr zu, aber wer darf sich überhaupt boostern lassen? Die STIKO gibt nun neue Empfehlungen.

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Die Belegung der Intensivbetten durch Covid-19-Patienten steigt in der vierten Welle weiterhin drastisch an und die Pandemie hat Deutschland auch fast 2 Jahre nach ihrem Ausbruch noch immer fest im Griff(1). Nach dem Beginn der Impfkampagne Mitte des Jahres nimmt nun auch langsam die Bedeutung von Booster-Impfungen zu, da man mittlerweile weiß, dass der stabilste Impfschutz durch drei Impfungen entsteht. Wer darf sich aber nun wann genau boostern lassen?

STIKO empfiehlt allen Personen ab 18 Jahren, sich boostern zu lassen

Lange hat die STIKO (Ständige Impfkommission) Auffrischungsimpfungen vor allem für Personen über 70 Jahren sowie Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen und Personal in medizinischen Einrichtungen empfohlen. Nun hat die STIKO ihre Empfehlung für Booster-Impfungen aktualisiert und diese für alle Personen ab 18 Jahren ausgesprochen(2). Die Empfehlung gilt auch für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel.

Keine Auffrischungsimpfung wird für Personen empfohlen, die nach einer Grundimmunisierung eine laborbestätigte SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben(3).

Folgende Personengruppen sollen beim Boostern priorisiert werden

Weiter wird empfohlen, bestimmte Personengruppen mit einem erhöhten Risiko für schwere Covid-19-Verläufe bei den Auffrischungsimpfungen zu priorisieren. Diese sind:

  • Personen im Alter ab 70 Jahren.
  • Personen mit Immundefizienz.
  • Bewohner und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen.
  • Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen (erhöhtes Risiko für Gefährdete).

Wann darf man sich boostern lassen?

Booster-Impfungen sollen in der Regel mit einem Abstand von 6 Monaten zur letzten Impfung der Grundimmunisierung erfolgen. Im Einzelfall und bei ausreichend Kapazitäten kann der Zeitraum auch auf 5 Monate verkürzt werden. Bereits 4 Wochen nach der Grundimmunisierung dürfen sich Person mit einer schweren Immunschwäche impfen lassen. Dasselbe gilt auch für Personen, die ihre Grundimmunisierung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten haben.

Wo kann man sich boostern lassen?

Auffrischungsimpfungen werden in Deutschland vor allem durch behandelnde Ärzte wie etwa Hausärzte durchgeführt. In den Unternehmen können Betriebsärzte impfen. Regional unterschiedlich kann der Immunschutz auch in Impfzentren oder mobilen Impfteams aufgefrischt werden. Durchführung und Organisation liegen dabei in der Zuständigkeit der einzelnen Bundesländer.

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