Erster Erfolg im Kampf gegen die Ebola-Seuche: Libera wurde jetzt von der Weltgesundheitsorganisation für Ebola-frei erklärt.

Genf - Eineinhalb Jahre nach Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika hat Liberia den Kampf gegen die Seuche offenbar gewonnen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Liberia am Samstag für Ebola-frei erklärt. Das letzte Opfer war vor sieben Wochen gestorben. Seitdem waren keine neuen Fälle mehr aufgetreten.

 

Liberia ist das erste der drei besonders betroffenen Länder, das diesen Erfolg feiert. In Sierra Leone und in Guinea waren zuletzt noch insgesamt 18 Neu-Infektionen in einer Woche gezählt worden. Das war laut WHO die geringste Zahl an neuen Fällen in diesem Jahr. Seit Dezember 2013 waren mehr als 26 000 Menschen an Ebola erkrankt. Rund 11 000 von ihnen starben. Unter ihnen waren auch 500 Gesundheitshelfer. Die Dunkelziffer bei den Todesfällen dürfte wesentlich höher liegen.

Nach Ansicht der WHO sind weiterhin große Anstrengungen nötig, um das Virus im Zaum zu halten. Die Aufmerksamkeit gegenüber dem Virus dürfe nicht nachlassen.

Liberia hatte unter den Ländern Westafrikas die höchste Zahl an Toten zu beklagen (4700). Im Laufe der Epidemie waren auch in Nigeria, Mali und Senegal Menschen erkrankt. Außerdem hatten sich Krankenschwestern und Ärzte aus Spanien, Großbritannien und den USA bei ihrem Einsatz angesteckt.