Winterkulturtage im Schwäbischen Wald Heimspiel für Sarah Rehberg

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Die 10. Winterkulturtage im Schwäbischen Wald werden mit einer imposanten Gala in Berglen eröffnet. Der Illusionist Daniel Craven bringt ein Stückchen Las Vegas in die neue Halle in Oppelsbohm.

Die Sängerin Sarah Rehberg aus Berglen beeindruckt das Galapublikum mit Klassikern wie „Somewhere over the Rainbow“. Foto: Jan Potente
Die Sängerin Sarah Rehberg aus Berglen beeindruckt das Galapublikum mit Klassikern wie „Somewhere over the Rainbow“. Foto: Jan Potente

Bergler - Die imposante Eröffnungsgala der 10. Winterkulturtage am Freitagabend in der neuen Halle in Berglen-Oppelsbohm soll Lust machen auf mehr. Auf mehr Musik. Auf mehr Comedy. Auf weitere Veranstaltungen mit lokalen sowie mit überregional bekannten Künstlern. Nach fast drei Stunden Programm sind die geschätzt gut 500 Gäste höchst zufrieden. Viele werden ganz bestimmt demnächst wieder kommen.

Die Sängerin Sarah Rehberg beeindruckt das Publikum vom ersten Ton an. Die junge Interpretin stammt aus Berglen. Sie studiert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart – und bei ihrem Heimspiel überzeugt sie mit Klassikern wie „Somewhere over the Rainbow“, „La vie en Rose“ und „Don’t cry for me Argentina“.

Spektakuläre Großillusionen

Daniel Craven bringt ein Stückchen Las Vegas nach Oppelsbohm. Bei seinen spektakulären Großillusionen lässt er junge Damen in Kisten verschwinden. Wenig später tauchen die Frauen dann völlig unversehrt wieder auf, wie aus dem Nichts, obgleich sie kurz zuvor scheinbar mit großen Spießen durchbohrt worden sein müssten. Craven zaubert Knoten in Bänder. Er macht aus einem Strick zwei – und dann aus den ­beiden im Handumdrehen wieder einen. Er kann Zauberwürfel – die bei Tüftlern beliebten Drehpuzzles – im Nu nach Farben sortieren. Bei einem Experiment gelingt es dem Zauberkünstler, ein Wort, das eine Zuschauerin aus einem 170-seitigen Buch aussucht, zu benennen. Später bringt Craven zusammen mit der Schwäbischen Waldfee Sara Zaiss einen Tisch zum Schweben. Wie macht der das bloß? Diese Frage stellen sich die Zuschauen immer und immer wieder. Die Antwort bleibt das große Geheimnis des Künstlers.

Auch der Moderator, der durch das Programm führt, kann zaubern. Roland Schopp alias Maître Leon zerreißt eine Zeitung in Fetzen. Wenig später ist das Papier wieder ganz. Wie macht der das nur? Diese Frage könnte man auch Till Schleinitz stellen. Der Mann aus Berlin ist als TJ-Wheels nach Berglen gekommen, er legt eine imposante Rollschuhshow aufs Parkett. Er fährt und jongliert dabei mit allen möglichen und unmöglichen Gegenständen. Großer Sport.

Lässing: früher war der Schwäbische Wald „Terra incognita“

Die Eröffnungsgala der Winterkultur­tage ist schon immer auch ein großes Familientreffen, eine Zusammenkunft all jener, die mit dem Veranstalter der Reihe eng verbunden sind, mit der Fremdenverkehrs­gemeinschaft Schwäbischer Wald (FSW). Der Landrat Richard Sigel, er ist Vorsitzender, preist die neue Zusammenarbeit mit dem Friedrichsbau-Varieté Stuttgart, die fortgesetzt werden solle. Sein Vorgänger Johannes Fuchs erzählt am Rande der Veranstaltung, dass er jetzt im (Un)Ruhestand einen alten Bauernhof im Ostalbkreis saniere. Und der Vorvorgänger Horst Lässing erinnert an die Gründung der Fremdenverkehrsgemeinschaft im Jahr 1976, er sagt, früher sei der Schwäbische Wald „Terra incognita“ gewesen, unbekanntes Land. Mit den Winterkulturtagen, die am 24. März zu Ende gehen, will die FSW möglichst viele Gäste in die Städte und Gemeinden im Schwäbischen Wald locken.




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