Zuffenhausen Porsche-Gymnasium ist Energiesparmeister

Teilnehmer der Klima-AG zusammen mit Lehrer Dieter Bareis (3.v.l.) auf dem Dach des Hauptgebäudes. Seit 2002 gibt es dort eine Fotovoltaikanlage. Foto: Bernd Zeyer
Teilnehmer der Klima-AG zusammen mit Lehrer Dieter Bareis (3.v.l.) auf dem Dach des Hauptgebäudes. Seit 2002 gibt es dort eine Fotovoltaikanlage. Foto: Bernd Zeyer

Die Schule hat einen bundesweiten Wettbewerb des Umweltministeriums gewonnen.

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Stuttgart-Zuffenhausen - Am Ferdinand-Porsche-Gymnasium gibt es Grund zu feiern: Die Schule ist Sieger des bundesweiten Energiesparmeister-Wettbewerbs 2013. Beworben hatten sich mehr als 20.000 Schüler mit mehr als 200 Projekten. Der Wettbewerb ist Teil der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“.

„Wir sind einfach ein Vorbild“, sagt Christopher mit breitem Grinsen und bringt die Sache damit relativ genau auf den Punkt. Der 16-Jährige ist Mitglied der zwölfköpfigen Klima-AG am Ferdinand-Porsche-Gymnasium. Die Arbeitsgemeinschaft hat vor sechs Jahren auch die Wanderausstellung „Klimawandel zum Anfassen“ konzipiert, die unter anderem auch schon im Stuttgarter Rathaus gezeigt worden war. An 40 Stationen werden dabei die Auswirkungen der weltweiten Klimaveränderung begreifbar gemacht.

50 Tonnen CO² eingespart

„Der Preis ist eine Auszeichnung für die ganze Schule“, sagt Lehrer Dieter Bareis und erläutert, dass es am Porsche-Gymnasium ein Klimakonzept gibt, dass auf drei Säulen aufgebaut ist: erklären, einsparen, erzeugen. Erklärungen liefert in erster Linie die Wanderausstellung. Fürs Einsparen sorgen unter anderem speziell geschulte Klimasprecher, die es in fast jeder Klasse gibt. „Wir achten darauf, dass das Licht nach Unterrichtsende aus ist und die Fenster alle geschlossen werden“, erzählt Eugen, Klimasprecher der Klasse 11d. Eingespart werden soll aber auch an anderen Stellen. So macht man sich momentan Gedanken darüber, sämtliche Neonröhren durch LEDs zu ersetzen. „Wir sind deshalb im Gespräch mit dem Umweltamt“, sagt Bareis. Und erzeugt wird schließlich sauberer Strom auf den Dächern des Gymnasiums. 2002 wurde dort die erste Fotovoltaikanlage installiert, 2004 und 2011 folgten zwei weitere. Noch in diesem Jahr soll die 100.000 Kilowattstunden-Grenze überschritten werden. „Damit konnten 50 Tonnen CO² eingespart werden“, hat Bareis ausgerechnet.

Geht es nach der Klima-AG, werden die 5000 Euro Preisgeld (2500 Euro gibt es dafür, dass man Landessieger wurde, weitere 2500 für den Bundessieg) in eine weitere Fotovoltaikanlage gesteckt. Allerdings muss zunächst geprüft werden, ob die Statik dafür geeignet ist. Eventuell soll eine gewisse Summe auch in die Erweiterung beziehungsweise Erneuerung der Wanderausstellung fließen. Außerdem können Schüler Vorschläge machen, welche Umweltvorhaben mit dem Geld finanziert werden sollen.

„Ein Videotagebuch unserer Reise“

Dass das Porsche-Gymnasium Bundessieger geworden ist, kam für Schulsprecher Duc Nhan überraschend. „Wir sind froh, dass wir gewonnen haben und die Konkurrenten aus Bayern doch noch überholt haben“, sagt der 17-Jährige. Bei der Online-Abstimmung hatte nämlich bis zuletzt eine Schule aus dem bayerischen Mengkofen die Nase vorn. Da sie aber einige ungültige Stimmen bekommen hatte, gingen die Zuffenhäuser letztendlich als erster über die Ziellinie. Von mehr als 100.000 abgegebenen Stimmen erhielten sie gut 29.000.

Ihre Auszeichnung dürfen die Schüler am 31. Mai in Berlin im Rahmen der Jugendmesse YOU entgegennehmen. Mit dabei sein werden auch alle anderen Landessieger. Dann werden die Porsche-Gymnasiasten bestimmt auch Gelegenheit bekommen, einen ihrer Preise auszuprobieren. Zusätzlich zu den 5000 Euro gibt es nämlich eine Videokamera. „Damit können wir ein Videotagebuch unserer Reise filmen“, sagt Duc Nhan.




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