Zwei Frauen mit Multipler Chemikalien-Sensibilität Unser täglich Gift

Im Blut von Ute Lindenmaier  wurden unter anderem Spuren des Holzschutzmittels gefunden, das sie in den 70er Jahren bei der Renovierung ihres Hauses verwendet hatte. Foto: Andreas Reiner
Im Blut von Ute Lindenmaier wurden unter anderem Spuren des Holzschutzmittels gefunden, das sie in den 70er Jahren bei der Renovierung ihres Hauses verwendet hatte. Foto: Andreas Reiner

Die meisten Menschen werden mit der Flut aus chemischen Stoffen fertig, denen wir ständig ausgesetzt sind. Doch bei manchen kapituliert das Immunsystem irgendwann. Zwei betroffene Frauen berichten.

Reportage: Frank Buchmeier (buc)
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Stuttgart - Abends gegen elf parkt Christa Busch ihren 33 Jahre alten Mercedes auf einem Supermarktparkplatz, kurbelt die Sitzlehne in die Horizontale und legt sich schlafen. Dort draußen am Stadtrand kann sie atmen, ohne dass die Lunge brennt, das Herz rast und ihr Körper von der Kopfhaut bis in die Zehenspitzen brennt. In ihrer Wohnung hält sie es nur noch tagsüber einigermaßen aus. Das Gift, sagt sie, krieche durch die Fensterritzen und stecke in den Wänden.

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