Aktuelle Daten zur Pandemie 7-Tage-Inzidenz in keinem Bundesland mehr über 300

Mitte Januar scheint sich die Corona-Lage in Deutschland zu stabilisieren. Foto: Lichtgut
Mitte Januar scheint sich die Corona-Lage in Deutschland zu stabilisieren. Foto: Lichtgut

Ende der Woche scheinen sich die Infektionszahlen in Deutschland und in Baden-Württemberg langsam zu entspannen. Stand Freitag liegt die 7-Tage-Inzidenz in keinem der 16 Bundesländer über einem Wert von 300. Hier geht es zu den aktuellen Daten.

Stuttgart - Anfang Januar wurde eine Verlängerung sowie Verschärfung des coronabedingten Lockdowns beschlossen. Begründet wurde diese mit den weiterhin hohen Corona-Fallzahlen. Nach den Feiertagen schossen die 7-Tage-Inzidenzen in Deutschland wieder in die Höhe – vermutlich, weil über Weihnachten weniger getestet wurde und nach den Feiertagen die Zahl der Tests wieder ansteigt.

Mittlerweile gehen die Neuinfektionen in Deutschland langsam zurück. Stand Freitag liegt die 7-Tage-Inzidenz erstmals seit langem in keinem der 16 Bundesländer mehr über einem Wert von 300. Lange Zeit waren vor allem Sachsen und Thüringen von diesen besonders hohen Zahlen betroffen. Die Todeszahlen jedoch steigen aktuell weiter an. Am Mittwoch kam es zu einem neuen Höchstwert: Die Gesundheitsämter übermittelten binnen 24 Stunden 1244 an oder mit Covid-19 verstorbene Menschen.

In diesem Beitrag veröffentlichen wir die aktuellsten Zahlen zur Entwicklung des Infektionsgeschehens. Wir greifen dafür auf Daten des Robert-Koch-Instituts sowie des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg zurück. Stand der Daten: 15. Januar, 10:30 Uhr.

Corona in Deutschland

Die wichtigste Kennziffer ist die Zahl der per Labortest bestätigten Neuinfektionen im Wochenmittel je 100 000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz). Der Wert sank über die Feiertage stark, stieg jedoch im neuen Jahr wieder ebenso deutlich an. Durch weniger Tests über die Weihnachtsfeiertage sprangen die Zahlen immer wieder. Ende dieser Woche lässt sich laut Robert-Koch-Institut die aktuelle Infektionslage wieder an den Zahlen ablesen. Lange Zeit war ein Vergleich mit den Werten von vor den Feiertagen nicht möglich, da weniger getestet wurde.

Das Diagramm zeigt die 7-Tage-Inzidenz für Deutschland und Baden-Württemberg seit März:

Mindestens ebenso wichtig ist die Zahl der an und mit Covid-19 Verstorbenen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle sprang über Wochen immer wieder nach oben und knickte über die Feiertage ein. Seit dem Jahresbeginn steigt sie wieder stark, möglicherweise auch wegen Nachmeldungen. Am Mittwoch erreichte sie mit 1244 gemeldeten Todesfällen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Höchstwert. Auch die über sieben Tage gemittelte Kurve der gemeldeten Todesfälle bleibt hoch – mit zuletzt rund 886 Verstorbenen täglich. Allerdings beziehen sich die Zahlen auf das Melde-, nicht auf das Sterbedatum – sie liegen teilweise schon einige Wochen zurück.

Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der mit Corona zusammenhängenden, ans RKI gemeldeten Todesfälle seit März:

Deutschlandweit wurden pro Woche zuletzt knapp 122 000 Infektionen bestätigt. Je 100 000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen 146 Menschen nachweislich angesteckt. Die Bundesweite 7-Tage-Inzidenz singt Ende der Woche wieder langsam. Am höchsten sind die Zahlen weiterhin in den ostdeutschen Bundesländern. In Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt die 7-Tage-Inzidenz Ende der Woche überall zwischen 200 und 300. Dennoch ist auch hier eine positive Entwicklung beobachtbar: Stand Freitag liegt keines der 16 Bundesländer mehr über einem Wert von 300.

Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Zahlen für die einzelnen Bundesländer. Sie können die Tabelle durchblättern, um alle Länder angezeigt zu bekommen.

Corona in Baden-Württemberg

Auch in Baden-Württemberg scheinen die 7-Tage-Inzidenzen der Kreise langsam wieder zu sinken. Am Donnerstag liegen nur der Stadtkreis Heilbronn sowie der Kreis Ravensburg über der Marke von 200 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner im Wochenmittel. Sie gelten aktuell als Hotspots. Am Besten scheint die Infektionslage derzeit in den Kreisen Freiburg und Ulm zu sein – hier liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 77.

In der folgenden Tabelle geben wir die jeweils aktuellsten Werte für die Stadt- und Landkreise an und zeigen, wie sich die 7-Tage-Inzidenz in den letzten Tagen entwickelt hat. Sie können die Tabelle durchblättern, um alle Kreise angezeigt zu bekommen. Kreise mit einer hohen Inzidenz von über 200 gelten als Hotspots und sind in der Tabelle rot markiert.

Die Zahl der gemeldeten an und mit Covid-19 Verstorbenen hat sich in Baden-Württemberg über Weihnachten etwas günstiger entwickelt als in Gesamtdeutschland. Im neuen Jahr stieg die Kurve dennoch wieder deutlich an. Mitte Januar erreichen die Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung im Wochenmittel einen neuen Höchstwert.

Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der mit Corona zusammenhängenden Todesfälle seit Ausbruch der Pandemie:

Corona in der Region Stuttgart

In der Region Stuttgart liegen alle Kreise unter der „Hotspot“-Marke von 200 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner im Wochenmittel. Die 7-Tage-Inzidenz bewegt sich Ende der Woche fast überall zwischen den Werten 100 und 150. Nur in Böblingen scheint die Lage entspannter zu sein: Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz Stand Freitag sogar bei nur 87.

Die Karte zeigt, wie viele Corona-Neuinfektionen in der Region in den vergangenen sieben Tagen erkannt wurden – und zwar abhängig von der Bevölkerungszahl. Klicken Sie auf den gewünschten Kreis, um detaillierte Zahlen angezeigt zu bekommen.

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