Aufstiegsrunde zur Fußball-Regionalliga ausgelost Als Vize-Meister hätten die Kickers zuerst frei

Von Jürgen Frey 

Die Stuttgarter Kickers sind Spitzenreiter in der Fußball-Oberliga. Die Chancen auf den Direktaufstieg stehen nicht schlecht, doch im ersten Tabellendrittel geht es sehr eng zu. Deshalb ist auch die Vize-Meisterschaft ein Szenario für die Blauen. Die Auslosung für die damit verbundenen Aufstiegsspiele fand inzwischen statt.

Kickers-Stürmer Shkemb Miftari schirmt den Ball gegen Jonas Vogler vom SSV Reutlingen ab: Im Nachholspiel im vergangenen Dezember erzielte Miftari im Gipfeltreffen gegen den SSV das goldene Tor zum 1:0-Sieg vor 6350 Zuschauern im Gazistadion. Foto: Baumann 11 Bilder
Kickers-Stürmer Shkemb Miftari schirmt den Ball gegen Jonas Vogler vom SSV Reutlingen ab: Im Nachholspiel im vergangenen Dezember erzielte Miftari im Gipfeltreffen gegen den SSV das goldene Tor zum 1:0-Sieg vor 6350 Zuschauern im Gazistadion. Foto: Baumann

Stuttgart - Martin Braun denkt nur an das nächste Spiel. „Für mich zählt nur unser Heimspiel am kommenden Samstag gegen die Neckarsulmer Sport-Union“, sagt der Sportliche Leiter Martin Braun des Fußball-Oberligisten Stuttgarter Kickers. An mögliche Aufstiegsspiele verschwendet er keinen Gedanken. „Jeder, der oben dabei ist, möchte natürlich direkt aufsteigen“, betont Braun. Auf eine Zitterpartie in den Aufstiegsspielen nach der Saison hat keiner so richtig Lust. Doch einkalkulieren muss das jedes Team, das sich in der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg derzeit im vorderen Tabellendrittel befindet. Denn dort herrscht drangvolle Enge. Die Stuttgarter Kickers (21 Spiele/43 Punkte) führen die Tabelle vor dem SSV Reutlingen (22 Spiele/42 Punkte) an. Dahinter folgt der FSV 08 Bissingen (22/40), der FC 08 Villingen (22/40), der Bahlinger SC (22/39), der SGV Freiberg (22/39) und drei Teams, die alle wie die Kickers erst 21 Spiele ausgetragen haben: Der FC Nöttingen (38), der 1. Göppinger Sportverein (36) und der 1. CfR Pforzheim (33). „Die ersten neun Teams der Tabelle muss man für die ersten beiden Plätze auf der Rechnung haben“, meint Braun.

Letzter Spieltag am 30. Mai

Noch einmal zur Klarstellung: Der Meister, der angesichts dieser engen Konstellation erst am letzten Spieltag am 30. Mai feststehen könnte, steigt direkt in die Regionalliga Südwest auf. Der Tabellenzweite bestreitet zwei Aufstiegsspiele, eins daheim und eins auswärts. Die Gegner werden die Vize-Meister der Oberligen Hessen und Rheinland-Pfalz/Saar sein.

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Die Termine der drei Aufstiegsspiele sind am 30. Mai, 2. Juni und 5. Juni. Die Auslosung hat inzwischen stattgefunden. In der ersten Runde hat der Hessen-Vertreter am 30. Mai Heimrecht gegen den Zweiten aus Rheinland-Pfalz/Saar. Die Paarungen und das Heimrecht der Runden zwei und drei mit dem Baden-Württemberg-Vizemeister am 2. und 5. Juni hängen vom Ausgang der ersten Partie ab. Der Verlierer muss zuerst ran.

FC Gießen und RW Koblenz vorne

In Hessen steht derzeit der FC Gießen mit 57 Punkten an der Tabellenspitze, Zweiter ist der FC Bayern Alzenau (46) vor dem KSV Hessen Kassel (42) und der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (38). In der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar liegt Rot-Weiß Koblenz (51) klar vorne. Es folgen der SV Röchling Völklingen (42), der FV Engers 07 (40), der TuS Mechtersheim (39) und Ex-Zweitligist TuS Koblenz.

In unserer Bildergalerie gehen wir auf die Aufstiegskandidaten zur Regionalliga-Südwest ein.