Bau des Jugendhauses Steinenbronn Firmen lösen Ehrenamtliche ab

Bisher steht nur der Rohbau des neuen Jugendhauses. Die Baustelle in Steinenbronn kam zuletzt nicht voran. Foto: Jenny Schwartz
Bisher steht nur der Rohbau des neuen Jugendhauses. Die Baustelle in Steinenbronn kam zuletzt nicht voran. Foto: Jenny Schwartz

Eigentlich sollte das Circolo-Gebäude in Steinenbronn eingeweiht sein. Zuletzt kamen die Bauarbeiten allerdings ins Stocken. Nun hat der Gemeinderat eine Entscheidung getroffen.

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Steinenbronn - Im Jahr 2019 begann man mit dem Neubau des Steinenbronner Jugendhauses und des Vereinsheims Circolo Arces an der Goldäckerstraße. Ein umfangreiches Projekt, das seit Beginn von Ehrenamtlichen und der Gemeinde Steinenbronn gemeinsam auf die Beine gestellt wird. Eigentlich hätten die Jugendlichen ihren neuen Rückzugsort bereits 2020 in Betrieb nehmen sollen. Nun ist das Jahr 2021 fast vorbei – und der Bau stagniert nach wie vor.

An der Motivation der Beteiligten liegt es nicht. „Das Problem war bisher zum einen die Corona-Situation“, erklärt der Bürgermeister Ronny Habakuk. „Die Ehrenamtlichen konnten dadurch nicht mehr richtig tätig werden.“ Hinzugekommen seien dann noch Lieferschwierigkeiten bei Materialien.

Bürgermeister: Bauprozess geht zu langsam voran

Was bislang steht, ist in erster Linie der Rohbau des Gebäudes. Auch die Fenster wurden bereits eingesetzt und erste Innenausbauarbeiten vorgenommen. Ronny Habakuk zeigt sich von dem, was die Ehrenamtlichen bislang mit Unterstützung von Profis geleistet haben, beeindruckt: „Die Beteiligten haben da meine Hochachtung.“ Allerdings, und das ist sowohl der Gemeinde als auch den Ehrenamtlichen klar, geht der Bauprozess viel zu langsam voran. Aus diesem Grund haben die Beteiligten gemeinsam entschieden, die weiteren Maßnahmen nicht mehr in Eigenleistung vorzunehmen, sondern entsprechende Firmen zu beauftragen. „Wir wollen den Ehrenamtlichen nichts wegnehmen, aber das Projekt sollte jetzt doch zeitnah fertig werden, und spezialisierte Firmen sind einfach schneller in der Umsetzung“, sagt Ronny Habakuk. „Durch die Beauftragung der Firmen möchten wir den Ehrenamtlichen außerdem das Signal senden, dass wir sie nicht allein lassen.“

Ehrenamtliche können noch helfen

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde nun die Vergabe der Estrich- sowie der Innenputz- und Trockenbauarbeiten beschlossen. Das Architekturbüro Ruoff + Architekten BDA, das gemeinsam mit den Ortsbauamtsleiterinnen Sabrina Fritsch und Natalie Fischer für die Planung und Bauleitung des Neubaus zuständig ist, hat hierfür die Firmen Feld Fußbodensysteme aus Wildberg und die Angelo Weber GmbH aus Dagersheim vorgeschlagen. Der Gemeinderat hat der Beauftragung zugestimmt. Wie viel der Neubau letztlich insgesamt kosten wird, kann Ronny Habakuk noch nicht ganz genau einschätzen. Bis dato sind dem Bürgermeister zufolge etwa 390 000 Euro in das Projekt geflossen. „Bislang waren wir durch die ehrenamtlichen Tätigkeiten sparsam“, so Habakuk. „Aber der Gemeinderat hat nun das Ziel, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um das Projekt zügig zum Abschluss zu bringen.“ Die nächsten Schritte sehen vor, zeitnah die weiteren Handwerkervergaben zu beschließen und dann zu koordinieren, wo die Ehrenamtlichen noch helfen können. Die Beteiligten hoffen, dass das Jugendhaus 2022 dann endlich eingeweiht werden kann. Angestrebt ist das erste Jahresquartal, doch Ronny Habakuk möchte sich auf keinen konkreten Zeitraum festlegen. „Ich bin da Realist“, sagt er. „Und angesichts der momentanen Lage wäre es unseriös, ein genaues Datum zu nennen.“




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