E-Mobilität Die Elektroflitzer kommen

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Mit Strom läuft es besser. Das finden immer mehr Anhänger und Nutzer der E-Mobilität. In den USA, in vielen Ländern Europas und in Deutschland setzen City-Bewohner auf E-Bikes und die kleineren E-Scooter. Was es sonst noch so gibt, haben wir zusammengestellt.

Der Stadtverkehr wird zunehmend elektrisch. Was gibt es bereits? Natürlich das E-Bike. Auf dem Bild sieht man eine Lasten-Variante des Elektro-Fahrrads. Foto: Claus Völker/dpa 8 Bilder
Der Stadtverkehr wird zunehmend elektrisch. Was gibt es bereits? Natürlich das E-Bike. Auf dem Bild sieht man eine Lasten-Variante des Elektro-Fahrrads. Foto: Claus Völker/dpa

Stuttgart - Der Stadtverkehr auf Straßen und Gehsteigen wird zunehmend elektrisch. Ab diesem Frühjahr oder Sommer könnte es auf Rad- und Gehwegen vor allem in Großstädten noch voller werden. Denn die Zulassung kleiner Tretroller mit ElektromotorE-Tretroller oder E-Scooter genannt – in Deutschland rückt näher. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch (3. April) eine Verordnung mit Regeln für den Einsatz der kleinen Elektrogefährte beschlossen.

Sicherheit bei E-Mobilität

Dabei ist die Sicherheit eine sensible Frage. Experten warnen bereits vor neuen Risiken, wenn bald schon Jugendliche mit den kleinen E-Gefährten losdüsen können. Vorher muss aber erst noch der Bundesrat zustimmen, er entscheidet voraussichtlich am 17. Mai.

Weil sie einen elektrischen Motor haben, gelten die elektrisch betriebenen Fortbewegungsmittel als Kraftfahrzeuge – in der Behördensprache Elektrokleinstfahrzeuge genannt. Das erfordert eine Reihe von Vorschriften.

Hier stellen wir sieben Varianten der trendigen Elektroflitzer vor.

1. E-Bike

Funktion: Der Elektroantrieb funktioniert nur, wenn man in die Pedale tritt.

Preisspanne: 900 bis 5000 Euro

Zulassung: Rechtlich gelten E-Bikes als Fahrräder, wenn sie maximal 25 km/h dauerhaft leisten. Für S-Pedelecs, die deutlich schneller sind, benötigt man einen Kleinkraftrad-Führerschein, eine Versicherung und ein Kennzeichen.

2. E-Roller

Funktion: Immer mehr Roller stromern ohne Krach und Abgase durch die Gegend.

Reichweite: 50 bis 160 Kilometer.

Preisspanne: 450 bis 6500 Euro

Zulassung: Für E-Roller, die schneller als sechs km/h fahren, benötigt man eine Straßenzulassung, eine Mofa-Prüfbescheinigung (ab 15), einen Führerschein der Klasse B (ab 16) oder den Auto- oder einen Motorradführerschein (ab 18).

3. E-Scooter

Funktion: Neben E-Bikes liegen E-Tretroller, auch E-Scooter oder E-Floater genannt, im Trend. Die Roller ohne Sitz flitzen mit 20 km/h durch die Gegend und sind in Städten eine gute Alternative zum Auto.

Preisspanne: 400 bis 1000 Euro

Zulassung: In Deutschland sollen E-Scooter noch in diesem Jahr zugelassen werden. Auch die Bundesregierung geht mit der Zeit und strebt für dieses Frühjahr oder diesen Sommer eine eigene Fahrzeugkategorie – Elektro-Kleinstfahrzeug – an mit Tempo von zwölf bis 20 km/h.

4. Segway

Funktion: Segways sind aus vielen Innenstädten kaum mehr wegzudenken. Bei 20 km/h (mehr ist nicht erlaubt) kommt man oft schneller voran als im Auto oder Bus.

Reichweite: 30 bis 40 Kilometer

Preisspanne: ab 1500 Euro

Zulassung: Die Fahrzeuge benötigen ein Versicherungskennzeichen. Der Fahrer muss mindestens 15 Jahre alt sein und eine Mofa-Prüfbescheinigung nachweisen.

5. E-Board

Funktion: Elektrische ein- oder zweispurige Rollbretter sind vor allem bei Kindern und Jugendlichen der Renner. Das auch Mini-Segway, Balance-Board oder Hoverboard genannte E-Board darf man nur auf Privatgelände benutzen.

Preisspanne: 150 bis 600 Euro

Zulassung: In Deutschland im öffentlichen Verkehrsraum sind E-Boards faktisch verboten. Da sie als Kraftfahrzeug eingestuft werden, dürfen sie bislang auch nur auf der Straße benutzt werden.

6. E-Long/Skateboard

Funktion: Die motorangetriebene Variante des Rollbretts kann bei den sogenannten Power-/Long-/Skateboards in wenigen Sekunden von null auf 40 Kilometer pro Stunde beschleunigen.

Preisspanne: 100 bis 3500 Euro

Zulassung: Bereits im Jahr 2016 forderte der Bundestag die Regierung auf, schnellstmöglich den Betrieb von E-Boards gesetzlich zu regeln. Bis jetzt ist die rechtliche Situation aber noch ungeklärt.

7. Mono/Solowheel

Funktion: Sich elektrisch fortbewegen ist der Hit. Je cooler, desto besser. Einräder (englisch Mono/Solowheels) sind bei Kindern und Jugendlichen der letzte Schrei. Die Geräte erfordern allerdings einige Übung und vor allem gute Balance.

Preisspanne: ab 400 Euro

Zulassung: Monowheels sind in Deutschland nicht für die Straße zugelassen. Wenn man einen Unfall verursacht, können schnell mehrere Tausend Euro fällig werden.