Einkaufen in Denkendorf CAP-Markt kommt nach Denkendorf

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Im April soll ein neuer Lebensmittelladen in Denkendorf eröffnen. Damit wird eine Lücke in der Nahversorgung geschlossen.

Freuen sich über den unterschriebenen Kooperationsvertrag zur Eröffnung des CAP-Marktes, Bürgermeister Ralf Barth und der Geschäftsführer der Nintegra Unternehmen für Integration gGmbH Marc Hentschke (links) Foto: Gemeinde Denkendorf
Freuen sich über den unterschriebenen Kooperationsvertrag zur Eröffnung des CAP-Marktes, Bürgermeister Ralf Barth und der Geschäftsführer der Nintegra Unternehmen für Integration gGmbH Marc Hentschke (links) Foto: Gemeinde Denkendorf

Denkendorf - Mit dem Unternehmen Nintegra hat die Gemeinde Denkendorf einen neuen Betreiber für den Verbrauchermarkt in der Berkheimer Straße gefunden. Der Markt Treff 3000 hatte bereits seit einigen Monaten geschlossen. Seither bestand eine Lücke im örtlichen Lebensmitteleinzelhandel.

Behinderte arbeiten mit Nicht-Behinderten zusammen

Der neue Laden soll nun im April als CAP-Markt eröffnen. CAP leitet sich ab vom Wort Benachteiligung, auf Englisch „Handicap“. CAP steht für ein soziales Konzept, das die Arbeitssituation von behinderten und anderen benachteiligten Menschen nachhaltig verbessert und ihnen Chancen, Hoffnung und Perspektiven bietet. Die Firma Nintegra betreibt bereits 14 CAP-Märkte zwischen Mannheim und Stuttgart.

Im CAP-Markt in Denkendorf werden behinderte mit nicht behinderten Menschen zusammenarbeiten. Diese „schrankenlose“ Arbeitsteilung soll zur Integration von Menschen mit Handicaps in die Gesellschaft beitragen. CAP qualifiziert zudem im Einzelhandel und bildet Verkäuferinnen und Verkäufer aus.

Gemeinde gewährt Zuschüsse

„Dass der Verbrauchermarkt nun als Inklusionsprojekt seine Türen wieder öffnet, freut mich ganz besonders und fand auch die ausdrückliche Zustimmung des Gemeinderats, der den Zuschuss an die Nintegra einstimmig freigab“, so der Denkendorfer Bürgermeister Ralf Barth.

Die Gemeinde gewährt für die Eröffnung des Marktes einen einmaligen Investitionszuschuss von 150 000 Euro. Zudem bürgt sie für weitere 100 000 Euro zur Absicherung eines Darlehens, das der Beschaffung der Erstausstattung dient. Die Betreiberin wiederum sichert zu, den Lebensmittelmarkt zehn Jahre zu betreiben und bei vorzeitiger Aufgabe den Investitionszuschuss anteilig zurückzubezahlen.

Vier CAP-Märkte schließen zum Jahresende

Erst vor zwei Wochen hatte die Filderwerkstatt angekündigt, ihre vier Cap-Märkte im Kreis Esslingen aufzugeben. Nach ihrer Schließung werden sie aber als Bonus-Märkte neu eröffnet, die ebenfalls dem Non-Profit-Gedanken folgen.