Extremsportler Jonas Deichmann Im Grunde ist er so gut wie am Ziel

Je näher Jonas Deichmann (zweiter von links, mit Vollbart) seinem Ziel in Cancun kam, desto größer wurde der Tross. Foto: Markus Weinberg//Markus Weinberg 7 Bilder
Je näher Jonas Deichmann (zweiter von links, mit Vollbart) seinem Ziel in Cancun kam, desto größer wurde der Tross. Foto: Markus Weinberg//Markus Weinberg

Nach 120 Marathons am Stück ist der Extremsportler Jonas Deichmann seinem Ziel, die Welt in einem Triathlon zu umrunden, ein gutes Stück näher gekommen. Wenn der gebürtige Stuttgarter jetzt noch übers Wasser laufen könnte...

Lokales: Tom Hörner (hör)
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Stuttgart/Cancun - Auf der Schlussetappe war’s wie so oft in den vergangenen Wochen in Mexiko: Langstreckenläufer Jonas Deichmann, 34, wurde von Mitläufern, Pressefotografen, Kameraleuten und einer Polizeieskorte begleitet. Je näher er am Spätnachmittag des 4. Oktober seinem Ziel am Playa Delfines in Cancun kam, desto größer wurde der Tross.

Grandioser Empfang in Cancun

Vermutlich wir der gebürtige Stuttgarter, den die Presse liebevoll „El Forrest Gump“ nennt, den Mexikanern fehlen. Er ist in den vergangenen Monaten zu einem echten Medienstar in dem mittelamerikanischen Land geworden. Der Läufer mit dem dunklen Vollbart, der mit seiner Gepäckkarre im Schlepp Wüsten, Dschungelgebiete und Hochgebirgslandschaften durchquerte, musste zig Zeitungs- und Fernsehinterviews geben. Entsprechend war der Zieleinlauf nach 5000 Kilometern im Osten des Landes: „Wie die meisten Orte entlang der Strecke“, schreibt Deichmanns Agentur, „bereitete ihm auch der Ferienort Cancun einen grandiosen Empfang.“

Im sibirischen Winter bis nach Wladiwostok

Mit seinem 120. Marathon in 116 Tagen ist der Berufsabenteurer Deichmann seinem großen Ziel, die Welt in einem Triathlon zu umrunden, ein gutes Stück näher gekommen. Gestartet ist er am 26. September 2020 in München mit dem Rad, hat die Alpen überquerte und ging im kroatischen Karlobag baden. Von dort schwamm er in 54 Tagen die Küste entlang bis nach Dubrovnik. Anschließend ging’s weiter auf dem Rad durch den sibirischen Winter bis nach Wladiwostok an der russischen Pazifikküste.

Die Schlussetappe dürfte er auf einer Pobacke packen

Die Schlussetappe von Portugal zurück nach München auf dem Rennrad dürfte Jonas Deichmann, der als Radler zig Langstreckenrekorde hält, gewissermaßen auf einer Pobacke packen. Aber zuvor muss er den Atlantik überqueren. Eigentlich will er das mit einem Segelboot tun, aber schon bei seiner Pazifiküberquerung musste er aufs Flugzeug ausweichen. Und was, wenn er übers Wasser liefe? Zumindest in Mexiko würde das vermutlich niemanden wundern.




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