Frank Mastiaux verlässt die EnBW Mastiaux’ Abgang ist ein großer Verlust

Frank Mastiaux ist seit fast neun Jahren EnBW-Vorstandsvorsitzender. Foto: dpa/Marijan Murat
Frank Mastiaux ist seit fast neun Jahren EnBW-Vorstandsvorsitzender. Foto: dpa/Marijan Murat

Frank Mastiaux hat den Energiekonzern EnBW in neun Jahren als ihr Chef auf einen guten Weg gebracht. Nun sucht er eine neue Herausforderung. Das ist eine respektable Entscheidung.

Wirtschaft: Eva Drews (ave)
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Stuttgart - Frank Mastiaux wird im September 2022 das Amt des Vorstandschefs der EnBW abgeben. Das hat er am Freitag den rund 24 000 Mitarbeitern des Konzerns in einer Videobotschaft mitgeteilt. Nur wenige wussten am Tag zuvor Bescheid. Entsprechend groß ist die Überraschung im Unternehmen und bei den Anteilseignern des Konzerns.

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Mastiaux hat es in den neun Jahren an der Spitze geschafft, die EnBW zu einem Energiekonzern zu machen, der unter den Großen als am besten aufgestellt gilt. Eine Position, für die die EnBW mit ihrem hohen Anteil an Atomstrom wahrlich nicht prädestiniert war. Der Atomausstieg läuft, der Kohleausstieg ist auf einem guten Weg. Mit Elektromobilität und kritischer Infrastruktur sind neue Geschäftsfelder identifiziert, und auch die Zahlen stimmen, die Dividende steigt.

Insofern war zu erwarten, dass sich Mastiaux neuen Herausforderungen zuwenden würde. Doch Karrierepläne scheinen gar nicht hinter dem Abgang zu stecken. Mastiaux sieht die Zeit für Neues gekommen. Was das sein wird, wisse er selbst noch nicht, sagt er. Das entspricht nicht dem Klischee eines Topmanagers, passt aber zu Mastiaux. Für die EnBW ist sein Abgang gleichwohl ein großer Verlust.

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