Großbaustelle zwischen Kornwestheim und Ludwigsburg Freie Fahrt auf der alten B 27 gibt es nur für kurze Zeit

Von Anne Rheingans und Werner Waldner 

Erst der Kreisel, dann der Rest: Die Arbeiten rund um Wüstenrot sind eng getaktet. Die Planer wollen ein Verkehrschaos verhindern.

Der Kreisverkehr nimmt Formen an: Bauarbeiten  am Zubringer zur B 27 in Kornwestheim. Foto:  
Der Kreisverkehr nimmt Formen an: Bauarbeiten am Zubringer zur B 27 in Kornwestheim. Foto:  

Kornwestheim - Autofahrer, die zwischen Ludwigsburg und Kornwestheim verkehren, sind Kummer gewöhnt. Und die Sorgenlast wird kaum geringer. Die Bauarbeiten der Stadtwerke Ludwigsburg/Kornwestheim (SWLB) an der alten B 27 ruhen momentan nur. Für das Verlegen der neuen Fernwärmeleitung hat es bis vorige Woche mehrere einseitige Fahrbahnsperrungen gegeben. Inzwischen ist die Baustelle abgebaut, und der Verkehr kann wieder ungehindert in beide Richtungen fließen. Doch das heißt nicht, dass die Maßnahme dort beendet ist, teilt Astrid Schulte, Pressesprecherin der SWLB, auf Nachfrage mit. „Demnächst wird weiter gearbeitet“, kündigt sie an.

Unterquerung in der Tiefe

Um mit dem Millionenprojekt zum geplanten Solarpark am Römerhügel voranzukommen, müsse im Bereich der alten B 27 noch eine Bodenseewasserleitung in rund drei Metern Tiefe unterquert werden. Aus Sicherheitsgründen kann in dem tiefen Graben nur dann gearbeitet werden, wenn die alte Bundesstraße komplett für den Verkehr gesperrt wird. Das wiederum ist aber erst dann möglich, wenn die Arbeiten am neuen Kreisel auf der anderen Seite des Wüstenrot-Neubaus abgeschlossen sind, da sonst – bei gleich zwei Komplettsperrungen in diesem Bereich – ein Verkehrschaos droht.

Daher wurden die Gräben in der vergangenen Woche verfüllt und die Oberfläche behelfsmäßig asphaltiert. Der hubbelige Flickenteppich soll aber nicht bleiben, beruhigt Schulte. „Die Straße wurde erst mal nur provisorisch hergestellt, damit der Verkehr wieder fließen kann“, erklärt sie. Die endgültige Fahrbahndecke werde erst dann aufgetragen, wenn die Maßnahme der Stadtwerke komplett abgeschlossen sei. „Dann wird neu asphaltiert.“

Derweil schreiten auf der Ostseite des W & W-Campus’ die Bauarbeiten voran. Auf dem Zubringer zur B 27 hat die Stadt Kornwestheim einen Kreisverkehr gebaut – insbesondere für die Beschäftigten von W & W, damit sie besser das Parkhaus erreichen können. Die Arbeiten sind fast abgeschlossen, aber noch wird die Straße nicht freigegeben, denn nun verbreitert die Stadt Kornwestheim noch die verlängerte Hohenzollernstraße, wie das namenlose Stück zwischen der Gemarkungsgrenze und der B  27 auch häufig genannt wird, zum Feld. Der Grund: Für die Anlieferung zum W & W-Campus und die Zufahrt zu einer Tiefgarage werden zwei Linksabbiegerspuren angelegt. Dadurch erhält die Straße quasi drei Spuren. Die Arbeiten werden sich aller Voraussicht nach bis zum Herbst hinziehen.

Kreisverkehr als Wendeplatte

Den endgültigen Ausbau des Zubringers will die Stadt erst dann vollenden, wenn die neuen Wüstenrot-Gebäude stehen. Diese Arbeiten könnten allerdings unter Verkehr durchgeführt werden, wie es Dirk Maisenhölder formuliert, der Leiter des Kornwestheimer Fachbereichs Tiefbau und Grünflächen.

Der Stadt ist wichtig, dass der Verkehr spätestens mit Beginn des neuen Jahres über den Zubringer rollt. Dann soll auch eine neue Buslinie Wüstenrot mit dem Ludwigsburger Bahnhof verbinden. Der Bus wendet im Kreisverkehr, der ein deshalb etwas größer dimensioniert ist als ändere Kreisel. Die Bauarbeiten kosten die Stadt gut zwei Millionen Euro.