Handball-Bundesliga Ein Tag zum Vergessen für Frisch Auf Göppingen

Frisch Auf Göppingen gerät gegen die MT Melsungen gewaltig in Schieflage: Rückraumspieler Sebastian Heymann kann sich gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Julius Kühn nicht durchsetzen. Foto: imago//Ralf Poller
Frisch Auf Göppingen gerät gegen die MT Melsungen gewaltig in Schieflage: Rückraumspieler Sebastian Heymann kann sich gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Julius Kühn nicht durchsetzen. Foto: imago//Ralf Poller

Frisch Auf Göppingen lässt sich in der Handball-Bundesliga vor der Pause von der MT Melsungen vorführen. „Da haben wir uns lächerlich gemacht“, sagt der Kreisläufer Kresimir Kozina nach dem 23:30 (12:20).

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Göppingen - Göppingen - Wenn eine Mannschaft in der Handball-Bundesliga nach 25 Minuten mit 8:18 hinten liegt, dann muss etwas schon gewaltig schief laufen: So war das beim 23:30 (12:20) von Frisch Auf Göppingen gegen die MT Melsungen. Ohne Gegenwehr, ohne Körpersprache ließ sich das viel zu passive Team von Trainer Hartmut Mayerhoffer in dieser Phase in der eigenen Halle vorführen. „Wir haben vorne und hinten zu viele Fehler gemacht, uns zu viele Ballverluste geleistet, da müssen wir uns alle an die eigene Nase fassen“, sagte Kapitän Tim Kneule. Deutlichere Worte fand Kreisläufer Kresimir Kozina: „In der ersten Halbzeit ging alles schief, was nur schief laufen konnte. Wir haben uns lächerlich gemacht.“

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Nach der Pause konnte Frisch Auf Ergebniskosmetik betreiben. Beim 21:25 (45.) schien sogar mehr möglich. Doch die Melsunger ließen mit ihren Nationalspielern Julius Kühn, Kai Häfner (beide 8) und Timo Kastening (6/1) nichts mehr anbrennen. Das lag insgesamt auch an der klar besseren Torwartleistung: Das MT-Duo Silvio Heinevetter/Nebojsa Simic zeigte 17 Paraden, die Göppinger Gegenüber Daniel Rebmann und Urh Kastelic nur sieben. „Wir waren heute einfach nicht gut genug. 20 Gegentreffer vor der Pause und 15 Fehlwürfe sind zu viel“, sagte Mayerhoffer.

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Die schwierige personelle Lage mit verletzten und angeschlagenen Spielern wollte Tim Kneule erst gar nicht als Entschuldigung anführen: „Das darf keine Rolle spielen“, sagte der Kapitän. Dem Sportlichen Leiter Christian Schöne gab zu denken, dass nicht zum ersten Mal in dieser Saison die erste Hälfte verschlafen wurde: „Wir laufen zu häufig einem Rückstand hinterher, damit müssen wir uns intensiv befassen“, kritisierte der Ex-Nationalspieler. Beste Werfer seines Teams waren Nemanja Zelenovic (6) und Axel Goller (4/2), der allerdings auch zwei Siebenmeter verwarf.

Am Mittwoch in Berlin

Wiedergutmachung kann Frisch Auf (15:13 Punkte) schon an diesem Mittwoch um 18 Uhr bei den Füchsen Berlin (19:5 Punkte) betreiben. Zum Jahresschluss kommt dann am 26. Dezember um 16 Uhr GWD Minden (8:14 Punkte) in die EWS-Arena.

Aufstellungen

Frisch Auf: Rebmann (1.-15. Minute), Kastelic (15.-60.); Neudeck, Kneule 3 Tore, Hejny (ne.), Bagersted 1, Ellebaek, Smarason 1, Schiller 2, Goller 4/2, Erifopoulos, Hermann 2, Zelenovic 6, Kozina 1.

MT: Heinevetter (1.-41.), Simic (41.-60.); Maric 3, Kühn 8, Lemke, Kompenhans, Reichmann 1, Kunkel, Mikkelsen 3/1, Danner, Arnarsson, Allendorf, Pregler, Häfner 8, Salger 1, Kastening 6/1.

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