Hauptbahnhof Stuttgart S-21-Arbeiten sollen S-Bahn nicht stören

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Weil der S-Bahntunnel im Zuge von S 21 verlängert wird, steht der S-Bahn bald nur noch ein Gleis zur Einfahrt in die unterirdische Stammstrecke zur Verfügung. Die Bahn verspricht: es gibt keine Probleme. Doch das überzeugt nicht alle.

Abtauchen: S-Bahn fährt in den Tunnel. Foto: Achim Zweygarth
Abtauchen: S-Bahn fährt in den Tunnel. Foto: Achim Zweygarth

Stuttgart - Redegewandt und sachkundig ist Florian Bitzer von der S-21-Projekt-GmbH, doch alle Bedenken der Regionalräte im Verkehrsaussschuss konnte auch er am Mittwoch nicht ausräumen. „Wir hoffen, dass es möglichst stressfrei für die Fahrgäste wird“, sagte der CDU-Regionalrat Rainer Ganske – und die Sprecher der anderen Fraktionen stimmten mit ein. In den kommenden Monaten sorgen die S-21-Arbeiten am Hauptbahnhof für eine neue Verkehrsführung für die S-Bahn. „Die Leistungsfähigkeit bleibt aber voll erhalten“, versprach Bitzer.

Gleis 1 wird gesperrt

Worum geht es? Im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs beginnen in nächster Zeit die Bauarbeiten für die Verlängerung des ­S-Bahntunnels in Richtung Nordbahnhof. Dafür muss von Herbst an nicht nur das Gleis 1 im Hauptbahnhof gesperrt werden, das auch genutzt wurde, wenn die unterirdische Stammstrecke blockiert war und die S-Bahnen über die Gäubahn umgeleitet wurden. Darüber hinaus werden später die ­S-Bahngleise auf die südliche Rampe verlegt, weil an der nördlichen das neue Tunnelstück ansetzt. Dazu wird die heutige Einfahrt auf der Rampe in die Stammstrecke von Februar 2019 an von zwei Gleisen auf ein Gleis reduziert. Das bereits umgebaute Ausfahrtgleis kann wie bisher genutzt werden.

Diese Absicht sorgt bei den Regionalräten und im Verband Region Stuttgart deshalb für Sorgenfalten, weil die S-21-Arbeiten an dieser Stelle vor sieben Jahren zu großen Störungen im S-Bahnverkehr führten. Damals konnten maximal nur noch 20 statt 24 S-Bahnen pro Stunde fahren, Die Folgen waren Verspätungen und Zugausfälle über Monate hinweg. „Wir können uns solche Probleme nicht noch einmal erlauben“, sagte der SPD-Regionalrat Thomas Leipnitz – auch das eine Ansicht, die in allen Fraktionen geteilt wird.

Die zehn wichtigsten Fakten zu Stuttgart 21 sehen Sie im Video:

 

 

Signal wird verrückt

Die Bahn will die Kapazität der Rampe trotz der Reduzierung von zwei Gleisen auf ein Gleis dadurch erhalten, dass ein Einfahrtssignal um 90 Meter näher an den Bahnsteig der S-Bahn-Station im Hauptbahnhof herangerückt wird. Damit könnten anders als heute zwei Züge hintereinander auf der Rampe auf die Einfahrt in die Haltestelle waren, heute gehe das nur für eine S-Bahn, sagte Bitzer. Auch die Sperrung von Gleis 1 im Hauptbahnhof von November 2017 an könne dadurch kompensiert werden, dass über ein neues Verbindungsgleis künftig die S-Bahnen und Regionalzüge auf die Gleise 2 bis 5 einfahren können.

Von September 2018 soll ein Teil des neuen S-Bahntunnels dann soweit fertig sein, dass das Gleis 1 wieder aufgebaut und von Anfang 2019 an wieder genutzt werden könne. Bitzer erklärte, es sei geplant, dass der Tunnel zwischen der neuen Haltestelle Mittnachtstraße und der S-Bahn-Station im Hauptbanhof ein halbes Jahr vor der Inbetriebnahme von Stuttgart 21 ans S-Bahnnetz angeschlossen werde. Die S-21-Projekt-GmbH gehe dabei weiterhin davon aus, dass der neue Tiefbahnhof Ende 2021 in Betrieb gehe, sagte Bitzer: „Das ist unsere Sprachregeleung“, erklärte er, räumte aber gleichwohl ein, dass man nach wie vor zwei Jahre hinter dem Zeitplan hinterher hinke.

Auf Nachfragen der Regionalräte sagte Bitzer, dass es im Zuge der Arbeiten nachts und an Wochenenden vorübergehend zu Sperrungen der Strecke kommen könne. Obwohl es sich um einen „sehr komplexen Arbeitsbereich“ handle, sei er „guter Dinge, dass wir den Plan so umsetzen können.“

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Schätzungsbandbreite noch offen: „Der neue Bahnknoten Stuttgart 21 mit einem unterirdischen Hauptbahnhof und einer Neubaustrecke Richtung Ulm könne aber NICHT VOR ENDE 2023 in Betrieb gehen. Daran habe sich zuletzt nichts geändert. Bauverzögerungen ETWA DURCH DIE SCHLICHTUNG hätten bisher aber nicht wieder eingeholt werden können, sagte Projektsprecher Jörg Hamann.“ ( Zitat Ende, Hrshb. d.Verf. ) Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-21-wichtige-brueckenbauten-laut-bahn-im-zeit-und-kostenrahmen.322d07b0-570d-4132-b854-75b606477c91.html

Ergänzung: Und dann werden in dem Artikel von einem gewissen Herrn Jörg Hamann auch noch LÜGEN verbreitet: "Bauverzögerungen etwa durch die Schlichtung hätten bisher aber nicht wieder eingeholt werden können". Noch am 16.06.2011 hieß es in der StN, Zitat: "Das Gelände wird bis zur geplanten Inbetriebnahme von S21 Ende 2019 ...", und dies war ein halbes Jahr NACH der Schlichtung, werter Herr Hamann und liebe S21-Befürworter. Wieso greift die DB AG bei S21 immer wieder zu Lügen?

"Wichtige Brückenbauten laut Bahn im Zeit- und Kostenrahmen" (StZ, 04.10.2017). Toll, aber völlig unwichtig, da es Stuttgart 21 entweder ganz oder gar nicht gibt. Will heißen, Was bringt die Neckarbrücke, wenn der Halbtieftunnelschrägbahnhof frühestens zwei Jahre später als geplant fertig wird und deutlich teurer als geplant wird? Oder hat man mal wieder positive Nachrichten vorgeschoben, bevor man dann mit negativen nachzieht.

Ich sag nur: Deppenbahnhöfle, das niemals fertig wird... oder mit anderen Worten: die größte Blamage der deutschen Industriegeschichte.

Ich sag nur: "Konfidenzintervall". :-D :-D :-D :-D :-D

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