Haustiere im Bett: Pro und Contra Fünf Gründe, warum Haustiere (nicht) im Bett schlafen sollten

Von  

Manche finden schon die Vorstellung abstoßend, andere fühlen sich wohl dabei: Wenn das Haustier im Bett schläft, sorgt das für Diskussionsstoff. Was sind die Voraussetzungen? Und wie bekommt man das Bett-verwöhnte Tier wieder ins Körbchen?

Seite an Seite mit Katze und Hund schlafen? Für die einen ein Traum, für die anderen ein Albtraum. Foto: dpa 11 Bilder
Seite an Seite mit Katze und Hund schlafen? Für die einen ein Traum, für die anderen ein Albtraum. Foto: dpa

Stuttgart - Knuddeln, streicheln, kuscheln. Hunde und Katzen lieben Liebkosungen und Zärtlichkeitsbeweise. Am besten immer und überall. Doch wenn’s Nacht wird, gehören Haustiere ins Körbchen. Oder doch nicht? Fünf Gründe, warum Hund und Katze (nicht) in Ihrem Bett schlafen sollten:

1. Krankheiten

Contra: Haustiere übertragen Krankheiten

Zoonose hört sich ekelig an – ist es auch. Es handelt sich um Infektionskrankheiten, die von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragen werden. Rund 200 derartige Krankheiten sind bekannt.

Wer einen Hund oder eine Katze hat, braucht sich zwar nicht vor Affenpocken, Ebola, Hanta-Virose oder Maul-und Klauenseuche ängstigen. Aber auch die geliebten Haustiere können bakterielle und virale Krankheiten wie Borreliose übertragen und Parasiten wie Flöhe, Würmer oder Zecken ins Haus schleppen. Katzen-Freigänger haben eine höhere Infektionsgefahr.

Wenn das Haustier in der Nähe des Gesichts schläft, können über die Atemwege Keime aufgenommen werden. Außerdem ist es ziemlich unappetitlich, wenn sie einem das Gesicht abschlecken.

Pro: Gegen Parasiten gibt es Mittel

Wer in Haustieren nur Krankheitsschleudern sieht, sollte sich besser aseptische Tierfilme anschauen, aber nicht mit Tieren unter einem Dach zusammenleben. Verantwortungsbewusste Tierhalter lassen ihren Hund und ihre Katze regelmäßig entwurmen.

Wer Angst vor Zecken und Flöhen hat, träufelt einfach ein Spot-on-Präparat in den Nacken des Tieres – und schon hat man Ruhe vor den Plagegeistern.

Gesundheitsfanatiker und Hyper-Ängstliche sollten sich kein Tier anschaffen. Am Besten sie verlassen das Haus erst gar nicht, weil es draußen vor Bakterien, Viren und Ungeziefer nur so wimmelt.

2. Hygiene

Contra: Tiere im Bett ist unhygienisch

Hunde lieben Gassi-Gehen, Katzen Freigang. Da sie auf ihren vier Pfoten überall reintappen, riechen und schnüffeln, tragen sie allerlei Unrat ins Haus. Tiere verlieren relativ viele Haare und bringen den Dreck von draußen mit ins Bett. Deshalb muss zum Beispiel die Bettwäsche öfters gewechselt werden – schon allein wegen der Kot-und Pipi-Reste im Fell.

Wenn Haustiere in die Jahre kommen, haben sie oft ihre Blase nicht mehr unter Kontrolle und nässen.

Pro: Putzen muss man immer

Man sollte seine Bequemlichkeit und Faulheit nicht auf die armen Haustiere schieben. Gegen schmutzige Pfoten helfen Duschvorleger vor der Katzenklappe und Handtücher an der Haustür.

Die Bettwäsche regelmäßig wechseln sollte man auch, wenn man keinen Hund und keine Katze hat.

Dasselbe gilt fürs Saugen und Staubwischen. Wer einen Putzfimmel hat, sollte sich kein Tier anschaffen und die Polstergarnitur im Wohnzimmer mit einer Folie vor Staub schützen.