Genialer Trick ohne Chemie Kaminscheibe reinigen in 5 Minuten

Von Lukas Böhl  

So langsam kommt die Zeit für gemütliche Abende vor dem Kamin. Da sollten die Scheiben frei von Ruß und Asche sein.

Sie brauchen keine chemischen Reiniger. Foto: glebchik / shutterstock.com
Sie brauchen keine chemischen Reiniger. Foto: glebchik / shutterstock.com

Kaminglas in 5 Minuten reinigen

Sparen Sie sich teure Spezialreiniger! Ist das Kaminglas verrußt, gibt der Ofen selbst das Putzmittel her: Abgekühlte Asche. Um die Scheiben wieder zum Glänzen zu bringen, brauchen Sie nicht mehr als Küchentücher, einen Eimer mit Wasser und die besagte Asche.

Vorgehensweise: Tunken Sie einen Knäuel Küchentücher ins Wasser und danach in die Asche. Reiben Sie nun die Scheibe gründlich damit ein, bis sich der Ruß löst. Anschließend wischen Sie mit einem frischen Tuch nach und polieren die Scheibe, bis sie sauber ist. Fertig!

Achtung: Verwenden Sie hierfür am besten die helle Asche von abgebranntem Holz. Kohleasche könnte noch grobe Partikel enthalten, die die Scheibe verkratzen. Und warten Sie stets, bis keine Glut mehr in der Asche lodert. Diese sollte komplett erkaltet sein.


Ofenscheibe säubern: 3 weitere Hausmittel

Wenn Ihnen der Tipp mit der Asche nicht reicht, weil Sie Schmutz nicht mit Schmutz bekämpfen wollen oder Sie den Ofen schon länger nicht mehr genutzt haben, gibt es noch andere Hausmittel, die ebenfalls gut wirken.

1. Essig und Backpulver gegen Ruß

Vermischen Sie einfach etwas Essig mit Backpulver, sodass eine zähflüssige Paste daraus entsteht. Tragen Sie diese großzügig auf die verrußte Scheibe auf. Nach einer kurzen Einwirkzeit nutzen Sie die Reste, um die Scheibe mit einem feuchten Schwamm zu säubern. Bei starker Verschmutzung können Sie die Paste 10 bis 15 Minuten einwirken lassen, bevor Sie nachwischen. Anschließend mit einem sauberen Tuch polieren und trocknen.

2. Ofenglas mit Zitrone putzen

Schneiden Sie eine Zitrone in der Mitte durch und nutzen Sie die beiden Hälften als natürliche Schwämme. Geben Sie dazu leichten Druck auf die Zitronenscheiben, um den Saft herauszupressen. Danach wischen Sie mit klarem Wasser nach und trocknen die Scheibe ab.

3. Kaminscheibe verrußt? Schwarztee kochen

Eine verrußte Kaminscheibe können Sie auch mit Schwarztee reinigen. So retten Sie abgelaufenen Tee vor dem Mülleimer. Kochen Sie etwa einen Liter Wasser auf und geben Sie zwei oder drei Teebeutel hinein. Ziehen lassen und im Anschluss als Putzwasser verwenden. Danach mit klarem Wasser nachwischen und die Scheibe trocknen.

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Eingebrannte Kaminscheibe mit Putzmitteln reinigen

Bei stark eingebrannten Rußrückständen reichen Hausmittel manchmal nicht aus. Hier können spezielle Kaminscheibenreiniger helfen. Die Auswahl reicht von Rußschwämmen über Sprays hin zu Polierpasten. Auch Backofenspray kann wahre Wunder bei verrußten Kaminscheiben bewirken. Allerdings sollten Sie auch bedenken, dass chemische Reiniger weder für Sie noch für die Umwelt besonders gesund sind. Die Hausmittel sollten daher immer die erste Wahl sein. Umso mehr, da der Trick mit der Asche Sie überhaupt nichts kostet.


Warum verrußt die Kaminscheibe überhaupt?

Im Idealfall setzt sich der Ruß gar nicht an der Scheibe ab. Dann müssen Sie sich nicht ständig um die Reinigung kümmern. Hier sind 4 mögliche Gründe für verrußte Kaminscheiben:

1. Die Luftzufuhr ist falsch eingestellt: Gelangt zu wenig Sauerstoff an das Holz, rußt es mehr. Öffnen Sie die Luftzufuhr am Anfang komplett und drehen Sie sie maximal zur Hälfte zu, sobald das Holz schwarz vom Feuer ist.

2. Das Holz ist zu feucht: Holzscheite mit einer Restfeuchtigkeit von über 20 % werden im Kamin erst mal nachgetrocknet. Durch die Feuchte wird die Temperatur herabgesenkt und es entsteht mehr Ruß. Verwenden Sie also stets trockenes Holz.

3. Die Holzscheite sind zu groß: Auch zu große Holzscheite hemmen die vollständige Verbrennung und es kommt zu einer verstärkten Rußbildung. Dies kann ebenfalls passieren, wenn Sie generell zu viel Holz in den Ofen legen. Insbesondere Holz, das mit Kontakt zur Scheibe verbrennt, wird sichtbare Rußspuren hinterlassen. Achten Sie also darauf, dass Sie beim Aufschichten des Holzes genug Platz lassen, sodass ausreichend Sauerstoff an das Feuer kommen kann.

4. Falsche Brennstoffe benutzt: Wer dicke Pappe oder große Papierstapel in seinem Kamin verbrennt, muss damit rechnen, dass dadurch eine starke Rußbildung entsteht. Entsorgen Sie Ihren Papiermüll daher fachgerecht über den Hausmüll und verbrennen Sie nur geeignete Brennstoffe.


Kann man die Kaminscheibe freibrennen?

Eventuell können Sie sich die Reinigung der Kaminscheibe sparen, wenn Sie den Ofen ordentlich einheizen. Bei Temperaturen von 300 °C und mehr sollten die Rußrückstände einfach verbrennen, sofern sie nicht zu hartnäckig festsitzen.

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