Ernährung und Familie So lernen Kinder gesundes Essen zu schätzen

Schnippeln, rühren, abschmecken: Kinder helfen gern in der Küche. Foto: imago images/ingimage
Schnippeln, rühren, abschmecken: Kinder helfen gern in der Küche. Foto: imago images/ingimage

Viele Kinder essen liebend gerne Pizza, Schnitzel oder Süßspeisen. Doch das muss nicht jeden Tag sein: Mit ein paar einfachen Regeln, können Eltern bei ihrem Nachwuchs ein gesundes Essverhalten fördern. Vier Punkte im Überblick.

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München - Das gemeinsame Essen genießt in den meisten Familien noch immer hohen Stellenwert. 30 Prozent kochen seit Beginn der Coronapandemie häufiger als zuvor – vor allem Eltern, die überwiegend im Homeoffice waren und sind. Das hat eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Else-Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München ergeben. Ob dieser Trend anhält, wird sich zeigen. Klar ist, nicht nur die gemeinsamen Mahlzeiten an sich, sondern auch die Abläufe drum herum sind wichtig für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

1. In Aufgaben einbeziehen

Kinder helfen meist sehr gern. Sie finden es spannend, einzukaufen, zu kochen und zu backen. Man sollte sie daher früh und altersgerecht in die Essensplanung, die Vor- und Zubereitung der Mahlzeit und in den Nachklapp einbeziehen. Auch wenn Michelle Obama, Ehefrau des früheren US-Präsidenten Barack Obama, der Ansicht ist, Kinder hätten nicht zu entscheiden, was auf den Tisch kommt („sonst gibt es nur Pizza und Süßigkeiten“), können die Kleinen mitreden. Und sie dürfen ihren eigenen Geschmack, Vorlieben und Abneigungen entwickeln. Bei Tätigkeiten wie schälen und schnippeln, anbraten und abschmecken, Tisch decken und abräumen erlernen sie ernährungsrelevante Gewohnheiten – und können diese selbst weitergeben.

2. Lebensmittel erfahren lassen

Kinder sind wissbegierig. Holt man sie ins Boot, kann man ihnen Lebensmittel bewusst nahebringen: wie sie aussehen, woher sie kommen, was sich daraus zubereiten lässt – und wie sie schmecken. Wenn es mal schnell gehen muss, ist gegen Fertigprodukte nichts einzuwenden. Möglichst sollte aber frisch gekocht werden.

3. Feste Essenszeiten

Mal hier, mal dort ein Häppchen zwischendurch. Mal um zwölf, mal um vier Uhr nachmittags eine warme Mahlzeit. Oder gleich die Ansage: „Da ist der Kühlschrank, nimm dir raus, was du willst“ – so ein Hin und Her bringt vor allem kleine Kinder durcheinander. Sie brauchen morgens, mittags und abends zu essen und zu trinken. Nur so bekommen sie über den Tag verteilt die nötige Energie und die notwendigen Nährstoffe. Ein fester Rhythmus gibt zudem Struktur. Für den kleinen Hunger kann man Snacks anbieten. Es sollte aber nicht ständig gefuttert werden. Und man sollte wenigstens einmal am Tag gemeinsam essen.

4. Vorbild sein

Kinder sind Nachahmer – und übernehmen die Gewohnheiten der Eltern, gute wie schlechte. Erleben vor allem jüngere Kinder, dass sich die Erwachsenen in ihrem Umfeld abwechslungsreich und ausgewogen ernähren, wird das für sie in der Regel auch zur Selbstverständlichkeit.

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