Mobilität der Zukunft Was die Grünen und den Daimler-Chef verbindet

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Auf Einladung der Grünen-Ortsverbände auf den Fildern stellt sich Ola Källenius gemeinsam mit Verkehrsminister Winfried Hermann den Fragen der Bürger und der Zukunft.

Daimler-Chef Ola Källenius ist am Mittwoch zu Gast in der Waldschule. Foto: dpa/M. Murat
Daimler-Chef Ola Källenius ist am Mittwoch zu Gast in der Waldschule. Foto: dpa/M. Murat

Degerloch - Daimler und die Grünen – wie passt das denn zusammen? Warum lädt die Öko-Partei ausgerechnet den neuen Vorstandsvorsitzenden und Chef der Autosparte Mercedes Benz, Ola Källenius, zu sich aufs Podium ein? „Weil wir die Automobilindustrie nicht als Gegner sehen“, stellt Nikolaus Tschenk klar. Der Sonnenberger ist persönlicher Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten und Verkehrsministers Winfried Hermann. Der Minister und der Daimler-Chef stellen sich am Mittwoch, 27. November, gemeinsam den Fragen der Bürger und der Zukunft.

Tschenk hat die Veranstaltung unter der Überschrift „Mobilität: Heute – Morgen – Übermorgen“ organisiert. Die Idee dazu hätten die Grünen-Ortsverbände von der Stuttgarter Filderebene zusammen entwickelt. „Wir sind Regierungspartei, wir wollen eine saubere Umwelt, und wir wollen, dass die Klimaziele eingehalten werden“, sagt Tschenk und ergänzt: „Dazu brauchen wir die Automobilindustrie in der Region Stuttgart. Ohne sie geht es nicht. Klimaschutz geht nur gemeinsam.“

In der Diskussion soll es um viele brisante Fragen gehen

Tschenk argumentiert mit konkreten Zahlen. Im bundesweiten Durchschnitt seien Autos zu 20 Prozent für den CO2-Ausstoß verantwortlich, in Baden-Württemberg für sich genommen jedoch zu 30 Prozent. Der Südwesten sei eben ein Ballungsgebiet mit viel Verkehr und einer besonders starken Automobilindustrie. Die Grünen seien sich auch der damit verbundenen Verantwortung für die Arbeitsplätze bewusst, sagt der persönliche Referent des Ministers. Keiner wolle Autos grundsätzlich verteufeln, jedoch müsse das heilige Blechle umweltfreundlicher werden. Das bedeute unter anderem, dass mehr Elektroautos gebaut werden müssen. „Je schneller wir vom Verbrennungsmotor wegkommen, desto eher kommen die Klimaziele in Reichweite“, sagt Tschenk. Der Ausbau der Elektromobilität sei mittlerweile auch bei Daimler ein wichtiges Thema. Es gebe also durchaus Gemeinsamkeiten. „Diese stärker herauszuarbeiten, ist eines der Ziele der Veranstaltung am Mittwoch“, sagt Tschenk.

Im Laufe der Diskussion soll es um eine Vielzahl von inhaltlich brisanten Fragen gehen. So wird beispielsweise über die Diesel-Problematik in Stuttgart ebenso debattiert, wie auch über die Weiterentwicklung der E-Mobilität bis 2025, das Ende des Verbrennungsmotors, die Vision einer klimaneutralen Mobilität bis 2050 oder auch die Rolle der Automobilindustrie in der Zukunft.

Die Podiumsdiskussion am Mittwoch, 27. November 2019, beginnt um 19 Uhr in der Waldschule Degerloch, Georgiiweg 1. Die Debatte wird moderiert von dem ehemaligen SWR-Chefredakteur Michael Zeiß. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist kostenfrei.

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