Mundart Sprachatlas für Norden Baden-Württembergs vorgestellt

Von red/epd 

Experten aus Tübingen haben einen Sprachatlas des Schwäbischen erstellt. Dieser wurde nun am Donnerstag in Stuttgart vorgestellt.

Die Arbeitsstelle Sprache, die zum Tübinger Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft gehört, hat den Sprachatlas erstellt. Foto: dpa
Die Arbeitsstelle Sprache, die zum Tübinger Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft gehört, hat den Sprachatlas erstellt. Foto: dpa

Stuttgart - Was auf hochdeutsch Marmelade heißt, wird im Main-Tauber-Kreis gerne als Schmier, Streiche oder Salze bezeichnet. Erkenntnisse dieser Art trägt der Sprachatlas für Nord-Baden-Württemberg zusammen, der am Donnerstag in Stuttgart vorgestellt wurde.

Das Werk schließe eine seit 30 Jahren klaffende Lücke, sagte Hubert Klausmann von der Arbeitsstelle Sprache in Südwestdeutschland laut einer Mitteilung des Staatsministeriums.

Was ist schwäbisch und was fränkisch?

Der Atlas deckt die Regionen zwischen Mannheim und Wertheim, Karlsruhe und Ulm ab. Erarbeitet wurde er von der Arbeitsstelle Sprache, die zum Tübinger Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft gehört.

Klausmann zufolge kann man nun anhand von 485 im Internet bereitgestellten Karten erkennen, was schwäbisch und was fränkisch ist. Außerdem ließen sich auch neue Sprachbewegungen erfassen. Laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hilft der Atlas zudem, die eigene Vergangenheit durch die Dialektlandschaft besser zu verstehen. „Es ist einfach eine Freude, zu sehen, wie facettenreich unsere Mundart im Land ist“, sagte er.