Museumsfest Beuren Wenn der schwäbische Büttel auf Hochdeutsch reimt

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Der Förderverein des Freilichtmuseums in Beuren hat beim traditionsreichen Museumsfest seinen 25. Geburtstag gefeiert – auch mit einem besonderen Auftritt.

Der Förderverein des Freilichtmuseums macht Werbung in eigener Sache Foto: Ines Rudel 7 Bilder
Der Förderverein des Freilichtmuseums macht Werbung in eigener Sache Foto: Ines Rudel

Beuren - Hans Weil gehört zu den Menschen in dieser Gegend, die alles können – mit einer kleinen Ausnahme eben. Und so schleicht sich in sein explizit als „hochdeutsch“ angekündigtes Gedicht, mit dem der Vorsitzende des Fördervereins des Freilichtmuseums Beuren für die Mitgliedschaft im Verein wirbt, schon beim zweiten Wort sehr zur Freude der Besucher ein „sch“ in das „bist“. Bereits zuvor hat der ehemalige Köngener Bürgermeister als Büttel verkleidet im breitesten Schwäbisch und wunderbar gereimt sich bei all jenen 400 Freiwilligen bedankt, die am Sonntag – trotz eines kurzen Regenschauers am frühen Nachmittag – für mächtig viel Leben beim Museumsfest am Albrand gesorgt haben.

Gefeiert wird der 25. Geburtstag

Es ist ein besonderes Fest gewesen, zu dem bereits am frühen Mittag bei angenehm sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein zahlreiche Besucher auf das Gelände des Freilichtmuseums geströmt sind. Denn der Förderverein feiert 2019 sein 25-jähriges Bestehen, das Museumsfest selber erlebte seine 23. Auflage.

Allein neun Musikgruppen hatte der Förderverein mobilisiert, um für die akustische Untermalung des Fests zu sorgen. Mehr als 100 Mitglieder der Fördervereins machten zudem alte Handwerkskunst erlebbar – vom Klöppeln, Nähen, Häkeln und Stricken über das Seife machen bis zum Schreinern und Schmieden.

Faszination Kalklöschen

Besonders eindrucksvoll war das Kalklöschen: Unter Zugabe von Wasser zerbröselt da vor den Augen der Zuschauer ein – zuvor auf 1300 Grad erhitzter – massiver Kalkstein zu feinem Pulver. Dieses Naturschauspiel fasziniert nicht nur den Nachwuchs. Für Kinder gab es zahlreiche weitere Angebote – von einer Schatzsuche per GPS – heute Geocaching genannt – über das Bemalen von Jutetaschen bis zum Holzschleifen und Seifenblasen herstellen. Auch das neue „Baby“ des Freilichtmuseums, der Gartensaal aus Geislingen an der Steige, konnte – zumindest von außen – schon einmal besichtigt werden. Dessen offizielle Eröffnung soll dann einer der Höhepunkte im Herbst werden.




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