Nach Vorwürfen gegen die Manufaktur in Schorndorf AfD-Stadtrat rudert zurück

Nicht nur gegen die Gegendemonstranten der AfD-Kundgebung in Schorndorf hatte der örtliche Stadtrat Lars Haise verbal kräftig ausgeteilt. Foto: Gottfried Stoppel
Nicht nur gegen die Gegendemonstranten der AfD-Kundgebung in Schorndorf hatte der örtliche Stadtrat Lars Haise verbal kräftig ausgeteilt. Foto: Gottfried Stoppel

Vor ein paar Tagen hat er die Schorndorfer Kultureinrichtung Club Manufaktur noch als Handlanger von gewaltbereiten Schlägern der Antifa beschimpft. Damit, räumt der AfD-Stadtrat Lars Haise jetzt ein, sei er „sicherlich über das Ziel hinausgeschossen“.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)

Schorndorf - Nach öffentlichen Vorwürfen gegen die Schorndorfer Kultureinrichtung Club Manufaktur zieht der örtliche AfD-Stadtrat Lars Haise einige seiner Aussagen zurück. Mit seinen Anschuldigungen, die Manufaktur sei ein Handlanger von gewaltbereiten Schlägern der Antifa sei er „sicherlich über das Ziel hinausgeschossen“, räumte Haidle am Donnerstag ein. Er ziehe diese Aussage deshalb zurück und entschuldige sich dafür.

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Die Diffamierungen waren im Rahmen eines euphorischen Resümees zu einer Kundgebung der AfD mit Parteigrößen wie Alice Weidel am vergangenen Sonntag auf dem Schorndorfer Marktplatz auf der Facebookseite der AfD-Gemeinderatsfraktion zu lesen gewesen. Haise hatte darin nicht nur gegen die „sogenannte Antifa“ ausgeteilt, die den Bürgern parallel zu der eigenen Veranstaltung in einer lautstarken Gegendemonstration „die totalitäre Fratze des eigentlich schon lange überwunden geglaubten Sozialismus“ gezeigt habe. Er wetterte auch gegen jene, die sich „schützend vor diese gewaltbereiten Schläger und deren Handlanger“ stellten, die seiner Meinung nach für einen handgreiflichen Überfall auf den AfD-Abgeordneten Stephan Schwarz eine Woche zuvor verantwortlich seien.

Manufaktur kündigte mögliche rechtliche Schritte an

Explizit wurde als einer von deren Protegés der Club Manufaktur genannt. Die Kultureinrichtung hatte sich gegen diese Vorwürfe gewehrt und mögliche rechtliche Schritte gegen die Verleumdung angekündigt – offenkundig mit Erfolg.




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