InterviewNeues Restaurant in Dettenhausen „Made in Italy“ aus dem Schönbuch

Pietro Quadrino serviert schwarze Spaghetti mit roten Gambas. Foto: Simon Granville
Pietro Quadrino serviert schwarze Spaghetti mit roten Gambas. Foto: Simon Granville

Trotz Corona feiert Pietro Quadrino mit seinem neu eröffneten Restaurant Sele e Pepe in Dettenhausen (Kreis Tübingen) große Erfolge. Obwohl er von 16 Monaten seit der Eröffnung fast die Hälfte schließen musste, macht der 23-Jährige einen „sehr guten Umsatz“.

Böblingen: Kathrin Haasis (kat)
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Dettenhausen - Erst im Dezember 2019 hat Pietro Quadrino sein Restaurant Sale e Pepe in Dettenhausen eröffnet, und schon wurde es ausgezeichnet. Im Interview verrät der Wirt, worauf es bei der Küche „Made in Italy“ ankommt.

Herr Quadrino, wie haben Sie es auf das Webportal „Eccellenze Italiane“ geschafft?

Durch Empfehlungen! Und dann sind ein paar Testesser vorbeigekommen.

Womit haben Sie sie überzeugt?!

Wir haben einen Küchenstil, den es nicht so oft gibt, modern und traditionell. Unsere Stärke ist die Wochenkarte mit Spezialitäten wie Trüffel und gefüllte Calamares. Ich versuche immer, etwas Außergewöhnliches zu machen. Diese Woche servieren wir schwarze Spaghetti mit einer Limoncello-Soße und Gambas.

Ist bei Ihnen alles made in Italy?

Meine zwei Köche stammen aus Italien. Und meine Familie betreibt seit 20 Jahren einen Feinkostladen in Waldorfhäslach bei Reutlingen. Dadurch habe ich einen Vorsprung in der Qualität der Waren. Wir erhalten jede Woche Lieferungen aus Italien. Die Tomaten stammen zum Beispiel aus unserem Dorf Fondi, sie sind frisch und bio.

Warum hat Ihre Familie erst jetzt ein Restaurant eröffnet?

Unsere Kunden haben schon lange gefordert, dass wir Essen anbieten sollen. Der Laden ist aber nur 50 Quadratmeter groß. Jetzt habe ich ein gewisses Alter und Reife – und ein schönes Restaurant gefunden.

Aber weit weg von Stuttgart.

Dettenhausen wird unterschätzt. Das Dorf liegt am Rand eines wirtschaftsstarken Ballungsraumes. Rund 40 Prozent unserer Gäste kommen aus Stuttgart.

Hat Corona den Start vermasselt?

Von 16 Monaten seit der Eröffnung hatte ich fast die Hälfte geschlossen. Der erste Lockdown hat mich schon getroffen, weil ich in der kurzen Zeit keine Rücklagen bilden konnte. Trotzdem habe ich im vergangenen Jahr einen guten Umsatz erzielt.

Hilft die Auszeichnung? In Deutschland ist „Eccellenza Italiane“ kaum bekannt.

Erstaunlicherweise waren schon viele Gäste da, die sagten, das Restaurant sei eine Empfehlung aus Italien. Es hat sich offenbar herumgesprochen.

Streben Sie nach Höherem?

Mein Ziel ist es, in Richtung Stuttgart ein weiteres Restaurant zu eröffnen. Aber ich bin gerade mal 23 Jahre alt.




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