Abdul-Karim, Ballweg, Heer, Kaufmann und Kienzle Die Stuttgarter OB-Kandidaten mal ganz persönlich

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Die größte Schwäche der Stuttgarter, der VfB-Spieler in der ewigen Startelf, das liebste Küchen-Utensil – die Kandidaten zur OB-Wahl müssen in der Serie „Kurz und Knackig“ auspacken. Im ersten Teil antworten Issam Abdul-Karim, Michael Ballweg, John Heer, Malte Kaufmann und Veronika Kienzle.

Issam Abdul-Karim, Michael Ballweg, John Heer, Malte Kaufmann und Veronika Kienzle geben im ersten Teil der Serie Antworten. Foto: Lichtgut//Imago Images/Future Images/Collage Kares
Issam Abdul-Karim, Michael Ballweg, John Heer, Malte Kaufmann und Veronika Kienzle geben im ersten Teil der Serie Antworten. Foto: Lichtgut//Imago Images/Future Images/Collage Kares

Stuttgart - Wer wird neuer Oberbürgermeister in Stuttgart? Diese Frage wird am 8. November auf den Stimmzetteln der Bürger beantwortet. Bis dahin kämpfen die Kandidaten um Stimmen. Auftritt hier, Auftritt dort, Wahlkampf eben.

Sie sprechen über Wirtschaft, Klimawandel, Bildung und Verkehr – mit Wörtern wie Transformationsprozess, Nahwärmeausbau oder Daseinsvorsorgegarantie. In der Serie „Kurz und Knackig“ wollen wir persönliche und klare Antworten, abseits des Wahlkampsprechs.

Sehen Sie hier: Alle OB-Kandidaten stellen sich im Video vor

Mit welcher Linie fährt der angehende OB am liebsten durch die Stadt? Was darf in der Küche nicht fehlen? Fläzen sich die Kandidaten wie normale Menschen am Sonntagabend auf die Couch? In alphabetisch angeordneter Reihenfolge antworten im ersten Teil Issam Abdul-Karim (Einzelbewerber), Michael Ballweg (Einzelbewerber), John Heer (Einzelbewerber), Malte Kaufmann (AfD) und Veronika Kienzle (Grüne).

Die weiteren Teile mit den Bewerbern finden Sie im Folgenden:

Lesen Sie hier: Teil 2: Knackige Antworten von Körner, Miller, Nopper, Ressdorf und Reuter

Lesen Sie hier: Teil 3: Knackige Antworten von Rockenbauch, Schertlen, Schreier und Völker

Was ist Ihre Lieblingslinie im öffentlichen Verkehr durch Stuttgart?

Issam Abdul-Karim: Die U5!

Michael Ballweg: Keine – Ich fahre mit dem Fahrrad.

John Heer: Die Zahnradbahn Stuttgart, die Zacke, ohne Tunnel und mit tollem Ausblick.

Malte Kaufmann: Ehrlich gesagt fahre ich am liebsten mit meinem Auto. Also die B27 und die B14.

Veronika Kienzle: Die Zacke vom Marienplatz bis Degerloch.

Willkommen in der Mutterstadt: Die Fantastischen Vier, Max Herre, Massive Töne, Cro oder doch lieber ... ?

Issam Abdul-Karim: … die da, die Freitags nie kann!

Michael Ballweg: .... Friedrich Schiller.

John Heer: Der guten Musik und der fantastischen Künstler*innen.

Malte Kaufmann: Neutral. Bin kein Fan von Rap und Hip-Hop.

Veronika Kienzle: Ich halt mich an Max Herre und Joy Denalane.

Welchen Platz in Stuttgart halten Sie für den schönsten?

Issam Abdul-Karim: Höhenpark Killesberg, mit seiner Vielfalt und der dampfenden Lokomotive!

Michael Ballweg: Bismarckturm Stuttgart.

John Heer: Das Teehaus im Weißenburgpark.

Malte Kaufmann: Die Aussichtsplattform auf dem Fernsehturm.

Veronika Kienzle: Der Platz am Hans-im-Glück-Brunnen, der noch keinen Namen hat.

Von welcher Stadt kann sich Stuttgart etwas abschauen?

Issam Abdul-Karim: Von der Stadt Curitiba in Brasilien. Sie ist Vorbild für den modernen Aufbruch!

Michael Ballweg: Von allen, die den Fluss ins Stadtbild integriert haben.

John Heer: Düsseldorf, wo man das Wohnen am Wasser umgesetzt hat.

Malte Kaufmann: Ich bin begeistert von Brisbane (Australien). Die haben ihren Fluss toll in die Stadt integriert.

Veronika Kienzle: Von Wien mit seinem mutigen Verkehrskonzept.

Die größte Schwäche der Stuttgarter ist ...

Issam Abdul-Karim: ... ihre Bequemlichkeit!

Michael Ballweg: Ich maße mir nicht an, über andere zu urteilen.

John Heer: ... die Angst vor Neuem, vor Veränderungen.

Malte Kaufmann: Viele sind begeistert von linksgrüner Ideologie. Für mich unverständlich.

Veronika Kienzle: ... dass sie wirklich sehr oft bruddeln.

Meine größte Schwäche ist ...

Issam Abdul-Karim: ... dass ich verletzbar bin!

Michael Ballweg: ... Ungeduld.

John Heer: ... teilweise zu gutmütig zu sein.

Malte Kaufmann: Ich bin manchmal zu optimistisch.

Veronika Kienzle: .... dass ich die Zeit vergesse, weil ich so gerne unter Leuten bin.

Die Menschen in Stuttgart können am besten ...

Issam Abdul-Karim: ... tüfteln und Kuchen backen!

Michael Ballweg: ... zusammenhalten.

John Heer: ... verdrängen, beispielsweise acht Jahre Grüne.

Malte Kaufmann: ... visionäre Ideen haben und dann auch umsetzen. Man schaue sich nur die Top-Ingenieure bei Daimler an.

Veronika Kienzle: ... kreativ bruddeln.

Wer ist der Mensch, den Sie am meisten bewundern?

Issam Abdul-Karim: Meine Mama!

Michael Ballweg: Bertold Brecht.

John Heer: Der Mensch, der seine Träume lebt.

Malte Kaufmann: Meine Frau.

Veronika Kienzle: Meine Freundin, die immer zu ihrer schwerst suchtkranken Tochter hält.

Was ist das letzte Geschenk, das Sie jemandem gemacht haben?

Issam Abdul-Karim: Heute eine Apple-Watch zum 25. Geburtstag meiner Tochter Eileen!

Michael Ballweg: Blumen.

John Heer: Mir selbst durch die Kandidatur zum OB von Stuttgart.

Malte Kaufmann: Ich schenke meiner Familie oft Reisen. Das erweitert den Horizont. Kürzlich waren wir in Sizilien.

Veronika Kienzle: Das Buch „Annette. Ein Heldinnenepos“ von Anne Weber - noch ehe sie den Deutschen Buchpreis bekam.

Welcher aktueller oder ehemalige VfB-Spieler würde bei Ihnen immer in der Startelf stehen?

Issam Abdul-Karim: Jürgen Klinsmann. Bei der WM 2006 hat er die Elf und die Nation als Team geschweißt.

Michael Ballweg: Mario Gomez.

John Heer: Guido Buchwald, immer ein Kämpfer auf dem Platz.

Malte Kaufmann: Jürgen Klinsmann. Für mich einer der besten Stürmer jemals.

Veronika Kienzle: Natürlich der Gomez!

Mit welcher historischen Stuttgarter Persönlichkeit würden Sie sich gern mal auf ein Viertele treffen, wenn das möglich wäre?

Issam Abdul-Karim: Ich bevorzuge lieber einen Cappuccino mit König Wilhelm I. von Württemberg.

Michael Ballweg: Olga, Königin von Württemberg.

John Heer: Gerhard-Mayer Vorfelder.

Malte Kaufmann: Manfred Rommel.

Veronika Kienzle: Gerne mit der Königin Katharina sel. zu einem Tässchen Mokka.

In meiner Küche darf ... nicht fehlen.

Issam Abdul-Karim: scharf

Michael Ballweg: Chili

John Heer: guter Essig

Malte Kaufmann: Salz, Ketchup und gegrilltes Fleisch aller Art

Veronika Kienzle: die Espresso-Maschine

Sonntag, 20.15 Uhr, trifft man mich ...

Issam Abdul-Karim: ... in der Pizzabar oder in meinem Café 1/1 am Killesberg mit meiner Frau.

Michael Ballweg: ... beim Hundespaziergang

John Heer: ... nur zuhause an.

Malte Kaufmann: ... im Kreis der Familie bei einem Spieleabend.

Veronika Kienzle: ... im Theater oder auf ARTE.

Welcher Besuch ist Ihnen lieber: Sportereignis in der Scharrena/Mercedes-Benz Arena, Aufführung in der Staatsoper, Konzert in der Porsche-Arena, Schlendern auf dem Wasen?

Issam Abdul-Karim: Die Aufführung in der Staatsoper, da finde ich Inspirationen und Kraft für meine Projekte!

Michael Ballweg: Konzert in der Sportarena.

John Heer: Jeder einzelne, denn das ist die Vielfalt in Stuttgart

Malte Kaufmann: Für alle diese Vorschläge bin ich jederzeit zu haben. Am liebsten mit Familie und guten Freunden.

Veronika Kienzle: Mercedes-Benz Arena mit Bob Dylan oder Patty Smith, sonst Staatsoper.

Diesen Film kann ich immer wieder schauen:

Issam Abdul-Karim: „Wer weiß, wohin?“ von Nadine Labaki - Frauen zeigen lustige Tricks für ein friedliches Miteinander.

Michael Ballweg: Bin ich schön (Doris Dörrie).

John Heer: „Django Unchained“ von Quentin Tarantino.

Malte Kaufmann: Ich schaue Filme nicht gerne zwei Mal. Ich weiß ja, wie sie ausgehen, also verlorene Zeit für mich.

Veronika Kienzle: „Fahrstuhl zum Schafott“ von Lois Malle mit Jeanne Moreau und „Musik“ von Miles Davis.

Mein größter Wunsch wäre ...

Issam Abdul-Karim: ... dass wir einfach machen!

Michael Ballweg: ... dass alle Menschen in Frieden und in Freiheit miteinander leben.

John Heer: ... eine Politik für die Bürger*innen von Stuttgart.

Malte Kaufmann: Auch meine Urenkel leben in unserem wunderschönen Land noch in Frieden und Freiheit.

Veronika Kienzle: ... zurzeit, dass wir alle miteinander gesund bleiben.




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